24.10.2014

Laut einer Faustformel werden die Kosten für die Akquise von Neukunden als mindestens fünf Mal höher eingeschätzt, als die für die Reaktivierung eines Bestandskunden. Wichtig ist deshalb einen ausgewogenen Kontakt zu treuen Kunden zu halten und ihre Loyalität mit attraktiven Angeboten und Rabatten zu belohnen oder einen Kontakt wieder aufleben zu lassen. Trigger-Mails sind hier der richtige Ansatz.

Personalisierte E-Mails zum richtigen Zeitpunkt, so genannte Trigger-Mails, sind ein intelligentes Tool neben den allgemein gehaltenen Newslettern und Angebotsmails. Ihre Relevanz ist sehr hoch, weil ihr Versand an bestimmte Auslöser gebunden ist und personenbezogen verschickt werden kann. Die Inhalte der Mails können dynamisch auf die Person oder ein bestimmtes Ereignis zugeschnitten sein und werden - einer vorher festgelegte Regel folgend - automatisch gesteuert.

Es lassen sich verschiedene Typen von Trigger-Mails unterscheiden:

Zeitbasierte Trigger

Die Geburtstags-E-Mail mit einem Gutscheincode, die Nachricht zum Valentinstag oder die Erinnerung an einen noch nicht eingelösten Gutschein, all diese Zeitpunkte können im System hinterlegt und am richtigen Datum ausgesendet werden, um eine positive Reaktion des Kunden auszulösen. Vielfach können auch mehrere Zeitpunkte kombiniert werden, so z.B. wenn 10 Tage nach der Geburtstags-E-Mail der Gutscheincode noch nicht eingelöst wurde.

Aktionsbasierte Trigger

Automatische Marketing-Mails können auch nach bestimmten Aktionen versendet werden. Wichtig ist hierbei eine gute Verknüpfung der einzelnen Tools wie Tracking- und E-Mail-Marketingsysteme, um die Customer Journey eines Users verfolgen und entsprechend reagieren zu können. Bekannte Beispiele sind Mailings an Warenkorbabbrecher mit der Erinnerung, dass der Warenkorb noch Artikel enthält oder direkt mit einem Gutscheincode, um das Angebot attraktiver zu machen und eine Conversion zu erreichen.

User-Profil-basierte Trigger

Werden z.B. im CRM User-Profile angelegt und mit relevanten Daten angereichert, können Interessen und Aktivitäten der Nutzer mit Hilfe eines Punktesystems bewertet werden. Dies ermöglicht das Erstellen von Regeln für Trigger-Mails, die sich nach dem Punktesystem richten. So erhalten alle User, die mehr als X Mal auf eine bestimmte Produktkategorie geklickt haben, eine Mail mit entsprechenden Angeboten aus dieser Kategorie.

Ihre Vorteile

Trigger-Mails sind ein perfekter Anlass, um mit dem Kunden in Kontakt zu treten und für ihn relevante Informationen zu bieten oder auch wieder in das Mind-Set des Kunden zu gelangen. Vor allem im eCommerce bieten sich dafür vielfältige Möglichkeiten entlang der Customer Journey. Angefangen bei Mails nach Newsletter-Anmeldungen und den diversen Opt-In-Prozessen, über die Platzierung von Produktempfehlungen in Transaktionsnachrichten und die Information zu passendem Zubehör nach dem Kauf, bieten sich für den Händler vielfältige Möglichkeiten, den potentiellen Kunden mit Angeboten zu versorgen.

Einmal definiert, ewig profitiert: Trigger-Mail-Kampagnen müssen nur einmal aufgesetzt werden, danach läuft der Versand komplett automatisiert im Hintergrund ab. Natürlich sollte das Design der Mails in regelmäßigen Abständen überarbeitet und an die Corporate Identity angepasst werden. Da es sich um persönliche Anlässe handelt, sprechen Sie immer den einzelnen Empfänger direkt an und nicht die breite Masse. Das erhöht nicht nur die Öffnungs- und Klickraten, sondern auch die Umsatzzahlen im Shop. Zudem steigern Sie die Kontaktfrequenz und die Kundenbindung.

Ein weiterer Vorteil ist das Ausschalten des Gießkannenprinzips bei umsatzbeeinträchtigenden Rabatt- und Gutscheinaktionen. Gutscheincodes werden, statt im Newsletter an alle, ganz gezielt dort eingesetzt, wo sie gebraucht werden, z.B. um einen Kunden, der lange keinen Einkauf mehr getätigt hat, zum Kauf zu motivieren.

Eine gepflegte Datenbank ist das A und O

Die Basis für den erfolgreichen Einsatz von Trigger-Mails ist eine gepflegte Datenbank. Wichtige Fakten wie Geburtsdatum, Bestellhistorie, getrackte Website-Besuche und Kundenanfragen sollten protokolliert und verfügbar sein, um personalisierte Mailings an Kunden versenden zu können.
Voraussetzung für die Speicherung der Daten ist natürlich die Einwilligung des Kunden, die zum Beispiel bereits bei der Newsletter-Anmeldung eingeholt werden kann. Wichtig ist auch, das angemessene Maß an Mailings zu finden und vor allem Informationen bereit zu halten, die für den Käufer relevant sind, sonst kann diese Marketing-Form schnell unerwünschte Effekte haben und den Kunden im schlimmsten Fall zur Abmeldung veranlassen. Unsere E-Mail-Marketing-Experten beraten Sie ganzheitlich und setzen mehrwertstiftende Trigger-Mails für Sie auf. Kontaktieren Sie uns hier.