24.10.2011

Mary Meeker wird als eine der wichtigsten Analysten in der digitalen Branche gehandelt. Ob eine relevante Prognose im mobilen Sektor oder Belege für das starke Wachstum im E-Commerce – auf dem Web 2.0 Summit in Los Angeles hat sie in der letzten Woche einen Überblick über die aktuellen globalen Internet-Trends gegeben. Erhalten Sie die wichtigsten Aspekte in unserem Auszug:

Globalität

Meeker macht gleich zu Anfang deutlich: Das Web wandelt sich global. Zwar werden Apple, Google, Amazon und Facebook in ihrer Führungsrolle weiterhin bestätigt, speziell russische und chinesische Unternehmen holen allerdings Schritt für Schritt auf. Die aus China stammende Suchmaschine Baidu gehört längst mit zu den zehn weltweit am häufigsten aufgerufenen Webseiten.

Mobile

Dem mobilen Sektor kann sich kein Marketer mehr entziehen. Das bestätigt auch der Siegeszug der Smartphones: Jüngst sind in Westeuropa die Verkaufszahlen der Smartphones an denen der Handys vorbeigezogen, in den USA bereits zu Weihnachten. Bestes Terrain für die Werbetreibenden, die ihre Ausgaben für Mobile Advertising in diesem Jahr auf rund drei Milliarden US-Dollar erhöht haben.

User Interface

Mit einem Zitat von Alexander Ljung, CEO des Musikdienstes Soundcloud, unterstreicht Meeker das nahende Ende der klassischen Eingabegeräte wie Maus und Tastatur.: „Sound is going to be bigger than Video. Record ist the new Qwerty.“ Ihre Prognose: Die Navigation der Zukunft ist Sprache statt Berührung.

Everywhere Commerce

Der interaktive Handel hebt sich seit vier Quartalen mehr und mehr von dem stationären Handel ab. Der entscheidende Impuls zum Online-Kauf: 52 Prozent der Käufer finden einen besseren Preis im Netz. Jedoch sieht Meeker auch Chancen für die stationären Händler. Anbieter wie das Rabatt-Portal Groupon oder des Location-Based Services Foursquare warten mit Millionen von Nutzern auf, die die digitalen und stationären Vertriebskanäle bündeln.

Der Mega-Trend des 21. Jahrhunderts:

Mit 29 Millionen verkauften iPads und 16 Millionen Kindles wächst der Markt der mobilen Engeräte unaufhaltsam. Bei den Smartphones liegen die Android Modelle mit 150 Millionen Verkäufen gegenüber dem iPhone mit 129 Millionen deutlich vorn.

Meeker sieht aufgrund dessen die Bedürfnispyramide von Maslow (mit einem Augenzwinkern) in einer verschobenen Rangfolge der Bedürfnisse. Von Nahrung über ein sicheres Heim spitzt sich die Pyramide im Zugang zum Internet zu. Dies ist der entscheidende Faktor, der den Nutzern Macht durch die globale Informations-Weitergabe verleiht. Der weltweite Informationsfluss wird  durch die Real-Time-Kommunikation dank mobilem Internetzugriff und das Entstehen transnationaler Social Media Netzwerke verstärkt.

 

Das Fazit: Der globale Mega-Trend des 21. Jahrhunderts ist “Empowerment of People via Connected Mobile Devices”.

 

(Die gesamte Präsentation steht außerdem als Video zur Verfügung.)