28.03.2014

Innovative Technologien schaffen für Werbetreibende neue Möglichkeiten, um Kunden zu erreichen und an die eigene Marke zu binden. Wohin wird die Reise im Marketing uns noch führen? Welche Trends setzen sich 2014 durch? Wir stellen Ihnen unsere fünf Thesen zum Marketing der Zukunft vor.

These 1: Online und Offline verschmelzen

Die Neuerfindung des Ladengeschäfts für den vernetzten Kunden von heute stellt Unternehmen vor neue Herausforderungen, bietet aber gleichzeitig enormes Potenzial. Ob digitales Schaufenster-Shopping, Preisvergleiche via Tablet im Laden oder Geschäftswände als Projektionsflächen: In der Verzahnung von Online- und Offline-Welt durch sogenannte Cross-Commerce-Stores liegt die Zukunft des Handels. Bereits 7 von 10 Personen informieren sich vor dem Kauf eines Produkts online. Der sogenannte ROBO-Markt (Research Online Buy Offline) ist rund 100 Milliarden € wert. Dies entspricht immerhin 16 Prozent des gesamten Handelsumsatzes in Deutschland – Tendenz steigend. Das Marktforschungsinstitut Forrester schätzt, dass digitale Technologien bis zum Jahr 2016 knapp die Hälfte des Umsatzes im Einzelhandel beeinflussen.

 

These 2: Content Marketing für mehr Sichtbarkeit

Die klassische Werbung hat zwar noch immer ihre Berechtigung, doch sie funktioniert im digitalen Zeitalter nur noch sehr begrenzt. Die Generation Y verlangt nach Inhalten, mit denen sie etwas anfangen kann und die nah an ihrem Alltag sind. Content Marketing bietet die Chance, als Publisher eine neue Art der Kundenbindung aufzubauen. Gutes Content-Marketing zieht die Produkt- oder Unternehmens-Zielgruppe auf sachlicher und emotionaler Ebene an und bindet sie dadurch nachhaltiger an Sie als Anbieter. Der verarbeitete Content preist weniger eine konkrete Dienstleistung an, als dass er eine Story um diese Leistung oder das Produkt spinnt. Platte Reklame und aufdringliche Banner verlieren in Zukunft an Bedeutung.

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These 3: One Story all Channels lautet das neue Social Media-Credo

Social Media bewegt sich aktuell weg vom reinen Kanaldenken hin zu Netzwerken, in denen sich Menschen verbinden und zu Themen austauschen. Der Dialog mit der Zielgruppe steht dabei im Vordergrund und nicht das Medium. Facebook ist zwar das Netzwerk mit der größten Reichweite im B2C, aber nur Inhalte für diesen einen Kanal zu entwickeln ist nicht zielführend. Marken geraten schnell in die Content-Falle, da sie für jeden Kanal extra Content erstellen. Arbeiten Sie effizient, indem Sie Inhalte einmal erstellen und dann für alle Kanäle verwenden.

 

These 4: Zielgruppenanalyse ist die Basis für jede Online-Strategie

Eine Zielgruppenanalyse ist die Basis für jede Online-Strategie. Viele Unternehmen ruhen sich jedoch auf ihren alten Zielgruppenanalysen aus. Dies ist fatal, denn Kundengruppen sind schon lange nicht mehr in Stein gemeißelt. Ihre Zielgruppe wird immer bunter und traditionelle Rollen verschwimmen. Öffnen Sie sich zum Beispiel für eine Zielgruppe des anderen Geschlechts, um zu prüfen, ob Ihre Produkte auch dort Abnehmer findet. Männer investieren heute zum Beispiel mehr in Kosmetika als in Rasierprodukte.

 

These 5: Effektives Krisenmanagement wird zum Standard

Ein sogenannter “Shitstorm” ist eine auf digitalen Medien beschränkte Konzentration negativer Bewertungen, Aussagen oder Reaktionen gegen eine bestimme Marke oder ein spezifisches Unternehmen. Insbesondere die weit verbreiteten sozialen Netzwerke wie Twitter oder Facebook weisen durch ihre umfassenden Kommentar- und Bewertungsfunktionen eine hohe Beteiligung auf. Auf diese zunehmend kritischen Kunden müssen Sie reagieren. Richten Sie einen Kundenbeirat ein, der sich um Feedback und Verbesserungsvorschläge kümmert. Scannen Sie zudem die sozialen Netzwerke wie Facebook und Twitter, um unzufriedene Kunden aufzuspüren, bevor sich ein Shitstorm hochschaukelt.