22.11.2017

Das natürliche Ziel von Unternehmen ist profitables Wachstum. Um das zu erreichen, müssen permanent Geschäftsmodelle verändert, neue Produkte und Leistungen entwickelt, Kundenanforderungen gelöst und neue Strategien entwickelt werden. Dadurch entsteht unter wachsendem Einfluss der digitalen Technologie ein sehr dynamischer Arbeitsalltag für die Mitarbeiter. 

Der einzelne Mitarbeiter bestimmt in dieser Situation mit seiner Haltung und Denkweise maßgeblich den Erfolg und Fortschritt eines Unternehmens. Die Unternehmensführung muss deshalb mit einer hohen Wertschätzung für die Mitarbeiter und einer gemeinsamen Firmenphilosophie die Basis für den Wachstumserfolg legen. 

 

Change Management als Herausforderung für Mitarbeiter

Eine klassische Maßnahme für Wachstum beinhaltet gerade in der Tech-Branche Zukäufe von fremden Unternehmen. Bei diesen Mergers & Acquisitions-Prozessen ist die Zusammenführung unterschiedlicher Firmenphilosophien eine zentrale Herausforderung. Der Anspruch sollte dabei sein, dass die Mitarbeiter das Wachstum als gemeinsames Ziel verstehen und es entsprechend umsetzen. 

  • Folgende Fragen sind in diesem Prozess zu beachten:
  • Mit welchen Produkten, Lösungen oder Innovationen kann das Unternehmen wachsen?
  • Ist die Organisation auf das Wachstum vorbereitet?
  • Ist ein Großteil der Mitarbeiter bereit für Veränderungen?
  • Sind alle Mitarbeiter kunden- und lösungsfokussiert?
  • Sind die für das Mitarbeiterverhalten vorbildhaften Abteilungen Marketing und Vertrieb an Bord?

 

Das “Growth Mindset”-Konzept als positive Denkschule

Bei einer erfolgreichen Wachstumsstrategie kommt es also vor allem auf die Einstellung der Mitarbeiter an. Das Bestseller-Buch „Growth Mindset“ von Carol Dweck untersucht die Strukturen dieser Denkweise und zeigt Wege zur Entwicklung einer wachstumsorientierten Denke auf. Dweck unterscheidet idealtypisch zwei Philosophien: „Fixed Mindset“ und “Growth Mindset”. 

Wenn Menschen der Überzeugung sind, dass ihre Fähigkeiten und Talente angeboren und unveränderlich sind, spricht Dweck von einem Fixed Mindset. Diese Einstellung führt oftmals zu einem gewissen Fatalismus, der einer persönlichen und kollektiven Weiterentwicklung entgegensteht. 

 

Positives Denken lässt sich trainieren

Das idealtypische Growth Mindset beschreibt im Kontrast dazu die innere Überzeugung, dass man sich entscheidend weiterentwickeln kann, wenn der entsprechende Wille gegeben ist. Fehlschläge werden als Gelegenheiten für eine positive Entwicklung wahrgenommen. Logischerweise werden Menschen mit einer Growth Mindset-Einstellung mehr zum Unternehmenswachstum beisteuern können. Das Management hat also die Aufgabe, eine solche Attitüde bei den Mitarbeitern zu entdecken und zu fördern. Folgende Verhaltensmuster helfen, ein Growth Mindset und die entsprechenden Handlungsweisen zu entwickeln: 

  • Konsequente individuelle Fehleranalyse und Korrektur (“aus Fehlern lernen”)
  • Die Erfolge im Lernprozess der Mitarbeiter wird in der Bewertung durch das Management gleich gewichtet mit dem eigentlichen Arbeitsergebnis 
  • Kritik wird als positiv empfunden, da der aktuelle Status laut Growth Mindset-Denken immer Verbesserungspotential hat