14.11.2017

Im Rahmen der Initiative “Digitales Bonn” wird die Stadt mit smarten Sensoren vernetzt. Dazu gehören beispielsweise die Straßenlaternen der Bonner Innenstadt und die Wertstoffcontainer. Ein halbes Jahr soll das Digitalisierungsprojekt testen, wie Bonn Betriebskosten einsparen kann.

Intelligente Straßenlaternen und Müllcontainer

Um die Daten von Sensor zu Sensor zu übertragen wird die Funktechnologie NarrowBand-IoT genutzt. Mit der Technologie lassen sich Straßenlaternen dimmen und können per Bewegungsmelder automatisch abdunkeln oder aufhellen. Ist eine Glühbirne beschädigt, wird dies proaktiv an die Bonner Stadtwerke gemeldet. Durch die smarten Leuchten sollen die Betriebskosten der Stadt Bonn um bis zu 60 Prozent gesenkt werden. Des Weiteren sollen Sensoren in Glas- und Altkleidercontainer den Füllstand messen, so dass die Abfallbetriebe, die Container erst dann leeren müssen, wenn sie wirklich voll sind. Dies spart Ressourcen und vermeidet unnötige Fahrten.

Zukünftige Projekte

Die Laternenmasten sollen zukünftig auch mit einem Sensormodul ausgestattet werden, welches die Luftqualität an verschiedenen Standorten der Stadt misst. Eine Analyse-Software soll dann in unregelmäßigen Abständen diverse Umweltdaten zur Verfügung stellen und beispielsweise Aufschluss über Schadstoffbelastung geben. Auch die Idee des digitalen Parkens könnte in Zukunft im Rahmen des Projektes umgesetzt werden. Dazu wird der Parkraum mit Sensoren ausgestattet und der Fahrer kann über eine App sehen, wo sich in seiner Nähe ein freier Parkplatz befindet.