11.09.2013

Die aktuellen Entwicklungen wie Responsive Design, Mobile Commerce, Flat Design oder Same-Day-Delivery zielen auf eine immer bessere User Experience (UX) hin, also auf ein gutes Nutzer-Erlebnis. Diese Entwicklung zieht sich durch beinah alle Bereiche der digitalen Wertschöpfungskette und zeigt die Relevanz des Nutzers im Fokus. Während Usability eine einfache Bedienbarkeit in den Mittelpunkt stellt, geht es bei User Experience eher um ein ganzheitlich positives Nutzererlebnis.

Eine positive User Experience ist eines der wichtigsten Ziele erfolgreicher Produkte und digitaler Services. Das User Experience Design (UXD) ist die aktive Gestaltung von Nutzungserlebnissen bei der Aspekte aus Psychologie, Grafikdesign und IT zum tragen kommen. UX versucht ein vorher definiertes Erlebnisgefühl hervorzurufen, indem man den Nutzer in eine aktive Interaktion mit einem Produkt setzt und potenzielle negative Gefühle und Assoziationen zu vermeiden versucht. Denn bereits eine einzige schlechte Erfahrung, beispielsweise durch eine unstrukturierte Navigation, kann der Nutzer frustriert zum Mitbewerber wechseln. Und wer möchte das schon?

 

Kaum mehr ein Unternehmen, das sich einen schlechten Webauftritt leisten kann. Eine Herausforderung an das Webdesign ist also die passende Balance zwischen emotionaler und rationaler Gestaltung zu finden. Hauptsächlich wird in Bezug auf das Design von Websites oder Apps für Smartphones und Tablet PCs von User Experience gesprochen, allerdings umfasst der Begriff auch arrondierende Interaktionsmöglichkeiten, z. B. bei digitalen Installationen am PoS.

Um ein gutes Nutzererlebnis hervorzurufen, spielen vor allem Ästhetik und Emotionalität eine Schlüsselrolle. Verbindet ein Nutzer eine positive Emotion mit einem Website-Besuch, der App-Nutzung oder dem digitalen Touchpad am PoS wird er sich nachhaltig an die Marke erinnern. Doch hier gelten unterschiedliche Kriterien: Während ein ästhetisch perfekt designtes Interface bei einem B2B-Technik-Unternehmen vielleicht zweitranig ist, kann es in einem Mode-Webauftritt über Erfolg oder Misserfolg entscheiden.

http://www.youtube.com/watch?v=Ovj4hFxko7c 

User Experience ist also eine (relativ) vorhersehbare Konsequenz, die von der Gestaltung, Funktionalität und Leistungsmerkmalen eines Produktes bzw. Webauftritt beeinflusst wird. Außerdem spielen auch Erfahrungen und Persönlichkeit des jeweiligen Nutzers eine Rolle sowie auch die Markenwahrnehmung und der Kontext der Nutzung.

 

Hohe Conversion Rate erzeugen

Als ein Hauptziel aus wirtschaftlicher Perspektive ist die Erhöhung der Conversion Rate anzusehen. Konversionsziele sind jedoch so verschieden wie die beworbenen Produkte und Dienstleistungen: Von der Erhöhung der Umsätze im Online-Shop, über die Steigerung der Abonnentenzahl des Newsletters, bis hin zum Download der Produkt- und Unternehmensinformationen. Alle Ziele haben jedoch gemeinsam, dass ihr Erfolg von den Bedürfnissen und Erwartungen der potenziellen Kunden abhängig ist.

Durch A/B-Testings können die Bedürfnisse, das Userverhalten und die Ziele der Nutzer analysiert werden. Anhand dieser Daten kann die User Experience gestaltet werden. Je umfangreicher die Tests sind, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich im fertigen Digital-Auftritt Fehler befinden, die sich negativ auf die Nutzererfahrung auswirken. Werten Sie daher die gesammelten Daten aus und korrigieren Sie anschließend alle gefundenen Hürden.

Hier haben wir nützliche Tipps zur Optimierung der User Experience zusammengefasst:

 

1. Persuasive Design beachten

 

Im Sinne einer User Experience geht es darum, dass der Nutzer nicht nur möglichst schnell findet, was er sucht, sondern ihm der Webseiten-Besuch gefällt und sogar zum Erlebnis wird. Um Entscheidungen von Nutzern beeinflussen zu können, ist es wichtig, die Prinzipien des persuasiven Designs zu beachten. Das Design bestimmt das Handeln eines Webseiten-Nutzers entscheidend mit. Fühlt sich der Besucher optisch oder inhaltlich nicht aufgefangen, wird er schnell zu einer anderen Internetseite, eventuell sogar zur Konkurrenz, wechseln. Um dies zu vermeiden, sollten Sie Persuasive-Design-Elemente in Ihrer Online-Strategie integrieren.

 

2. Interaktion anbieten

Interaktive Elemente involvieren den Nutzer nicht nur, sondern helfen, insofern sie gut gemacht sind, auch bei einer langfristigen Kundenbindung. Reine Content-Wüsten und aggressives Marketing-Texting wird bei den meisten Usern kein positives Nutzererlebnis hervorrufen. Bieten Sie also Mitmach-Buttons an, nutzen sie Social media-Integration, Gamification-Elemente oder nutzen Sie Umfragen. Kennzeichnen Sie Buttons, Eingabefelder oder sonstige Interaktionsflächen immer so eindeutig wie möglich. Der Nutzer muss, sobald dieser sich mit Ihrem Interface auseinandersetzt, sofort wissen, womit er in welcher Weise interagieren kann. Nur so können Sie sicherstellen, dass die Bedürfnisse des Nutzers auch befriedigt werden und er effektiv mit ihrem Produkt arbeiten kann.

 

3. Eye-Tracking einsetzen

Bereits der erste Augenblick entscheidet über “Klick” oder “Nicht-Klick”. Innerhalb von zwei Zehntelsekunden bilden sich Nutzer ihren ersten Eindruck von einer Webseite. Mithilfe von Eye-Tracking können Sie das Nutzerverhalten genau analysieren. Nutzer nehmen Informationen in Sekundenbruchteilen auf und folgen dabei einem F-Muster. Zunächst scannen sie die obere linke Ecke und fahren nach rechts. Darauf kehren sie zur linken Seite zurück, weiter nach unten und setzen ihre Augebewegungen nach rechts fort. Eine klare und stringente Struktur unterstützt die natürlichen Blickgewohnheiten und führt Nutzer zu den gewünschten Informationen.

 

4. Flat Design nutzen

Ihre Intaktionsflächen sollen sich natürlich nicht nur leicht finden und bedienen lassen, sondern sie sollen auch attraktiv gestaltet sein. Nutzen Sie dafür aufkommende Trends wie das „Flat Design” und passen sie Ihr Produkt entsprechend an. Als Urheber des neuen Trends gilt Windows 8 mit seiner Kacheloptik.

 

5. Performance bieten und mobil optimieren

Um Ihren Nutzern jetzt und auch in Zukunft die beste User-Experience bieten zu können, sollten Sie mobile Geräte unbedingt bevorzugt behandeln. Mobile First hat sich zum neuen Credo des Webdesign etabliert. Allem voran: Responsive Design. Doch auch die Verbesserung der Performance und Verkürzung der Wartezeiten haben Einfluss auf den Nutzer. Durch sorgfältige Entwicklungsarbeit und nachträglichen Verbesserungen am Code Ihrer Software oder Website lässt sich immer etwas Zeit einsparen. Auch können Sie versuchen, verschiedene Versionen für verschiedene Endgeräte zu konzipieren, so wird ebenfalls einiges an Rechenleistung eingespart und die Performance deutlich verbessert.

 

Lebendige Markenwelten schaffen

Etliche Navigationskonzepte schränken die User-Experience ein, denn Nutzer verbringen viel Zeit mit der Suche nach Schaltflächen oder bestimmten Menüs. Die digitale Ungeduld ist prägend für den heutigen Zeitgeist. Websites sollten schlüssig auf die Anforderungen von der Zielgruppe ausgerichtet werden. Um für den Kunden ein Erlebnis zu schaffen, muss man ihn für das Produkt begeistern. Wecken Sie bei Ihren Kunden positive Emotionen, so profitieren auch Ihre Marke und Ihr Unternehmen längerfristig von der entstehenden Beziehung. Wir unterstützen Sie bei der Planung und Umsetzung eines digitalen Nutzer-Erlebnis für Ihre Zielgruppen.

http://www.youtube.com/watch?v=yNJuNb_VSpc