03.11.2017

Die neue Käuferschaft von PKWs sind die Digital Natives: jung, flexibel und innovationsfreudig. Für diese Zielgruppe befindet sich der primäre Ort, an dem man eine Bestellung aufgibt und Waren kauft, längst online. Schon heute ist Zahl derer, die aus einem Kaufinteresse heraus einen Autohändler aufsuchen, stark rückläufig. Damit entwickelt sich das bisherige Vertriebskonzept mit klassischen Autohändlern zunehmend als Achillesferse traditioneller Hersteller gegenüber Herausforderern wie Tesla.

Kommt die Branche also in Zukunft am besten ganz ohne Automobilhandel aus

Gerade erst hat Volvo mit Polestar ein neues Hybridfahrzeug vorgestellt, das fast ausschließlich über das Internet verkauft werden soll. Möglicherweise reicht der Online-Kanal aus. Auf der anderen Seite machen es andere Branche erfolgreich vor, wie sich der Retail-Bereich erfolgreich wandeln und mit dem digitalen Angebot zusammen wachsen kann. Die Rede ist von Pop-Up Stores oder Showrooms, die nicht primär dem Verkauf von Produkten dienen, sondern als Inspirationspunkt und als Anlaufstelle, um mit dem Kunden in Kontakt zu treten. Apples neues Town Square Konzept ist ein gutes Beispiel dafür.  

Anstatt also den Autohändler im nächstgelegenen Industriegebiet anzusteuern, wird sich der Kaufinteressent wahrscheinlich demnächst eher zum kleinen Showroom in der Innenstadt begeben, in den schon allein aus Platzgründen nicht mehr als ein einziges Fahrzeug passt. Statt Modellpaletten aus "Fleisch und Blut" wird es in diesen Stores Informations- und Inspirationsmaterial in vielerlei Medienformaten geben. 

Mittels Virtual Reality Fahrzeuge individuell konfigurieren

Und an dieser Stelle kommt Virtual Reality ins Spiel, mittels derer man auf kleinstem Raum sämtliche angebotenen Fahrzeuge nicht nur live erleben, sondern auch individuell konfigurieren kann. In der virtuellen Realität kann der Besucher das Fahrzeug aus allen Perspektiven betrachten, auf dem Fahrersitz Platz nehmen, verschiedene Bezüge und Amateuren ausprobieren, während ihm der Berater über ein Tablet von Außen weitere Informationen einspielt und beim Konfigurationsprozess behilflich ist. Hat der Gast schließlich Gefallen an einer Konfiguration gefunden, geht es auf zur virtuellen Probefahrt. Für all das braucht man nicht mehr als 20 Quadratmeter.Wollen sie einen Eindruck bekommen, wie solch ein Auto Store der Zukunft aussehen kann.

Besuchen Sie am 09. November in Düsseldorf das nextreality Lab von TWT, auf dem es neben einem virtuellen Car-Konfigurator viele weitere Innovationen aus verschiedenen Branchen zu erleben gibt.