13.12.2018

Wenn der Kunde per Scanner, Smartphone, oder NFC-Karte seinen Einkauf selbst erfasst und bezahlt, dann ist Digitalisierung im Handel angekommen. Self Scanning – ein Trend der in den USA längst gewöhnlich ist – kommt nun auch in deutsche Läden. Bundesweit bieten etwa 300 Einzelhändler stationäre Selbstbedienungskassen und nur knapp 25 Geschäfte das mobile Self-Scanning. Es zeigt sich: Kartenzahler neigen grundsätzlich eher zum Selbsterfassen als Barzahler, so eine Studie des EHI Retail Instituts.

Wie funktioniert Self-Scaning?

Kunden öffnen eine App und halten ihr Smartphone oder eine personalisierte Near Field Communication (NFC) Karte an die elektronischen Regaletiketten. Innerhalb kürzester Zeit erfassen sie somit die Ware selbst und können den Bezahlvorgang jederzeit abschließen, ohne langes Anstehen an der Warteschlange der Kasse. Zehn Minuten später wird der fällige Betrag vom Konto des Kunden abgebucht.

Vorteile für Kunden und Händler

Neben Schnelligkeit und Entzerrung in der Kassenzone entstehen weitere Vorteile: Händler erfahren mehr über den Kunden. Schon während des Kaufvorgangs lässt sich der Kunde identifizieren und wertvolle Informationen über ihn sammeln. Ziel dabei ist, die Kundenansprache und -bindung individuell auf das Kaufverhalten abzustimmen.