17.08.2012

Eine benutzerfreundliche Webseite mit informativem Content, einer grafisch ansprechenden Darstellung, die parallel noch suchmaschinenoptimiert ist, wünscht sich jedes Unternehmen. Mit dem schlichten Anlegen eines Internetauftrittes ist es aber längst nicht getan. Um mit der optimalen Webseite glänzen zu können, ist ein ständiges Web-Controlling notwendig. Durch fortlaufende Optimierungen, lässt sich ein dauerhafter Erfolg erzielen. Wie das gelingt, zeigen unsere vier Tipps:

Tipp 1: Wohin soll es gehen?

Jede Webseite sollte festgelegte Ziele verfolgen. Die Erreichung dieser Ziele nennt man Conversion. Bei einem Online-Shop steht als Conversion die Bestellung der Produkte im Vordergrund. Bei Corporate Sites sehen die Ziele beispielsweise ganz anders aus. Kontaktanfragen, Downloads von Factsheets oder die Weiterleitung der User auf Social Media sind die Erfolgsfaktoren einer guten Corporate Webseite. Legen Sie die für ihren Online-Auftritt passenden Zielwerte fest. Erst danach können die Messdaten im Webanalyse-Tool bestimmt werden. Key Performance Indicator (KPI) oder auch Leistungskennziffern werden erst aussagekräftig, wenn man weiß was man messen möchte.

Tipp 2: Die richtigen Schlüsse aus den Kennzahlen ziehen

Während die Webanalyse in früheren Jahren eher ein Nischendasein innerhalb von IT-Teams führte, ist sie inzwischen flächendeckend in den Marketing-Abteilungen angekommen. Kein Unternehmen kommt heute daran vorbei, ein Controlling aller Online-Aktivitäten durchzuführen. Doch noch immer kämpfen auch große Unternehmen mit dieser Herausforderung, aus den verfügbaren Datenbergen sinnvolle Schlüsse zu ziehen.

Sei es Google-Analytics, Omniture oder eTracker: Mit Hilfe dieser Tools lassen sich Seitenaufrufe, Besucher und „eindeutige Besucher” ermitteln. Doch woher weiß ich, ob 4000 monatliche Visits auf meiner Webseite gut oder schlecht sind? Die reinen Analysedaten sind wenig aussagekräftig. Nur aus messbaren Zielen und dem Zusammenhang zwischen den KPIs, lassen sich die richtigen Schlüsse für Ihr Unternehmen ziehen. Aussagekräftig wäre also nicht die Anzahl der Fans auf Facebook als Performance Indikator, sondern die Ab- oder Zunahme der Zahl der Fans.

Tipp 3: Optimierungen erkennen und umsetzen

Die Web-Analyse verfolgt immer das Ziel, Schwachstellen und Optimierungen zu identifizieren. Die Bouncerate, sprich Absprungsrate, ist dabei ein wichtiger Indikator. Hat der Kunde das Gesuchte nicht schnell genug gefunden oder fand er die Seite nicht interessant genug? Werfen Sie selbst einen kritischen Blick auf Ihre Seite. Versetzen Sie sich in die Lage des Nutzers: Was hat der User auf der speziellen Seite erwartet? Ist die Navigation übersichtlich genug? Testen Sie verschiedene Ansätze und garantieren Sie, dass die zentralen Feature Ihrer Webseite funktionieren. Das schließt das Suchfeld, Bestell-Button oder Kontaktformulare mit ein.

Benchmarks durchzuführen ist ebenfalls ein lohnender Ansatz. Wie betreibt Ihre Konkurrenz die gleichen Webseiten-Anwendungen? Gelangt der Kunde auf einem anderen Online-Shop schneller und einfacher zum Bezahlvorgang? Anhand von Konkurrenzbeobachtungen können Sie Ihre Zielvorstellungen an den Wettbewerb anpassen.

Tipp 4: Erfolgskontrolle

Um zu erkennen ob sich Ihre Optimierungen auszahlen, muss die Erfolgskontrolle des Web-Controllings eingesetzt werden. Haben Sie Ihre gesteckten Ziele erreicht? Wie können diese noch gesteigert werden? Wird zum Beispiel festgestellt, dass nur eine zu geringe Anzahl aller Besucher der Startseite das Kontaktformular aufruft, sollten weitere Versionen der Startseite erstellt und der Hinweis auf das Kontaktformular jeweils variiert werden. So lässt sich die ideale Form zur Leadgenerierung finden. Optimierungen zu einer Webseite sind ein stetiger Prozess. Sich in die Sichtweise des Users hineinzuversetzen, ist dabei ein Garant für den Erfolg.

 

Web-Controlling bedeutet, einen kontinuierlichen Regelkreis zu durchlaufen. Die Planung, Analyse, Umsetzung der Optimierungen und eine anschließende Erfolgskontrolle zeichnet Web-Analyse Projekte aus. Die oben genannten Tipps sollten beliebig oft und variabel wiederholt werden. Permanente Änderungen und Anpassungen garantieren, dass Sie zu Ihrer optimalen Webseite gelangen. Dabei ist nicht immer zwingend ein Relaunch nötig, um die eigene Website zu verbessern.