12.08.2016

Ein erstes Telefoninterview vor dem persönlichen Gespräch gehört in den meisten Unternehmen zum Standard-Bewerbungsprozess. Einige Konzerne und Job-Portale setzen dafür eine Sprachsoftware ein, die standardisierte Fragen abruft.

Maschine analysiert Tonlage der Bewerber

Die Sprachsoftware analysiert die Bewerber anhand ihrer Tonlage, der Stimmführung oder der Wortwahl. Der inhaltliche Kontext spielt nur eine untergeordnete Rolle. Bewertet wird, wie etwas gesagt wird. Das System ermittelt anhand dieser Informationen, wo das jeweilige Stresslevel einer Person liegt. Die psychische Belastbarkeit soll sich so ableiten lassen.
Die Maschinen haben zuvor Sprachproben von Personas ausgewertet, um die erworbenen Kenntnisse auf echte Gespräche anwenden zu können. Algorithmen unterscheiden unterschiedliche stimmliche Variablen.

Entscheider bevorzugen das persönliche Gespräch

Auf Führungsebene erwartet man nicht, dass sich Sprachsysteme für die Personalauswahl langfristig durchsetzen. Entscheider sprechen lieber persönlich mit Bewerbern. Wichtig ist es, einen Menschen mit seinen Ecken und Kanten kennenzulernen. Eine Wissensabfrage kann durch Automatisierung erleichtert werden. Die charakterliche Einschätzung einer Person erfolgt jedoch hauptsächlich durch den persönlichen Austausch. Ein neuer Mitarbeiter soll langfristig in ein Team passen, dafür spielen soziale Aspekte eine wichtige Rolle.

Das kann die Sprachsoftware

  • Abfrage vordefinierter Fragen
  • Psychologische Einstufung aufgrund der Tonlage
  • Erleichtert ersten Auswahlprozess
  • Soziale Aspekte werden nicht erfasst
  • Vorauswahl von Computern getroffen

Jobagenturen sind oft mit einer Vielzahl von Bewerbungen konfrontiert. Hier erleichtert Sprachsoftware den ersten Auswahl-Prozess. Bewerber, die diese erste Hürde genommen haben, werden persönlich interviewt. Die Durchführung von Auswahlverfahren per Assessment Center am Computer haben sich bereits etabliert.

Einstellungen sind meist langfriste Entscheidungen. Neben den Qualifikationen spielen für viele Personalabteilungen auch das soziale Verhalten eine wichtige Rolle. Passt ein Mitarbeiter nicht in ein Team, können seine Leistungen noch so gut sein – letztendlich wirkt sich dies immer negativ auf die Arbeitsatmosphäre aus.

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