27.08.2013

Es gibt unterschiedliche Prinzipien wie man Site-Designs strukturieren kann. Zum einen kann der Internetauftritt nach sogenannten Themenwelten unterteilt werden. Der Nutzer greift dann über eine thematisch aufbereitete Struktur auf die relevanten Inhalte zu. Zum anderen ist es möglich, die Inhalte nach Organisationsstruktur anzuordnen, was jedoch meist ein wenig praktikabler Ansatz ist, da es nicht vordergründig die Ziele der Nutzer fokussiert.

Websites können nach folgenden Prinzipien konzipiert werden:

  • Zielgruppen
  • Nutzerrollen
  • Themen
  • Organisationseinheiten (häufig im Intranet noch der Fall und auch nicht unsinnig)
  • Lebenslagen
  • Funktionale Einstiege (z.b. Downloadcenter, Mediathek etc.)

Die Strukturierung nach Zielgruppen kann für einige Unternehmen oder Organisationen, die den Relaunch oder Start einer Internetseite planen, der beste Weg sein. Jeder Nutzer muss das Gefühl haben, dass die aufgerufene Website eigens auf seine Bedürfnisse und Erwartungen abgestimmt wurde. Dazu müssen verschiedene Zielgruppen und deren Bedürfnisse klar definiert werden. Bei einem Relaunch mit zielgruppenorientiertem Einstieg werden sogenannten Personas noch viel stärker analysiert und ausgearbeitet, als es bei anderen Website-Projekten der Fall ist. Eine umfassende Analyse der Zielgruppe ist nötig, um das Angebot möglichst genau auf die Zielgruppen abstimmen zu können.

 

Zielgruppen kennen und Personas erstellen

Die Nutzer einer Website müssen klar, relevant und zielgruppengerecht angesprochen werden, wobei der individuelle Nutzen und Ansprache im Fokus stehen. Ein Bauarbeiter erwartet beispielsweise eine ganz andere visuelle und inhaltliche Ansprache als ein Architekt. Wichtige Zielgruppen, deren Ansprüche und Wünsche an eine Internetseite sich stark voneinander unterscheiden, können z. B. sein:

 

  • Kunden oder Interessierte
  • Privatkunde oder Geschäftskunde
  • Mitarbeiter oder Anwohner

 

Die Recherche-, Analyse- und Vorbereitungsphase dieser Projekte ist dementsprechend lang und muss im Projektablauf berücksichtigt werden. Meist dauert es mehrere Monate Vorlaufzeit bis ein brauchbares Grobkonzept fertiggestellt ist. An dieser Stelle müssen vor allem zwei Fragen geklärt werden:

 

  • Bietet mein Angebot genug Spielraum an Produkten & Services, so dass sich ein Zielgruppen-Einstieg lohnt?
  • Falls ja, wo beginne ich mit den Abgrenzungen und speziellen Angeboten für eine Zielgruppe?

Bei einem Zielgruppeneinstieg sollte das Kundenangebot genau geprüft werden. Wo wird es für den Nutzer schwierig Ihnalte für sich als wichtig oder unwichtig zu deklarieren? Die unwichtigen Inhalte sind hingegen für andere Zielgruppen von Relevanz und sollten dementsprechend getrennt aufbereitet werden. Die Inhalte der Website müssen außerdem von Suchmaschinen gut lesbar sein, denn auch von hier aus ist der Einstieg auf die passende Einstiegsseite möglich. Dabei gilt: Content is King. Finde ich als Nutzer nicht auf Anhieb klar, strukturiert und visuell auf meine Bedürfnisse abgestimmte Einstiege, kann es sein, dass ich schnell wieder abspringe – oder erst lange hilflos durch die Seite navigieren muss um an mein Ziel zu gelangen, was Sie auf jeden Fall vermeiden sollten.

 

Landingpage muss sofort Mehrwert bieten

Auf der Landingpage muss der Nutzer immer Inhalte finden, die ihm Mehrwert bieten und somit eine optimale User Experience für ihn schaffen. Trend-Themen wie Responsive Design, Mobile Commerce oder Same-Day-Delivery legen den Fokus auf eine immer bessere User Experience. Diese Entwicklung zieht sich durch beinah alle Bereiche der digitalen Wertschöpfungskette. Schon eine Danke-Mail nach Abschluss des Kaufprozesses kann die User Experience verbessern. Eine positive Erinnerung beim Kunden zu erzeugen, ist also ein wichtiger Grundsatz im Relaunch-Projekt.

Die Inhalte der Einstiegsseiten sollten sich auch in der Navigation wiederfinden, damit der Nutzer auch in tieferen Inhaltsseiten schnell wieder zu anderen, für ihn relevante Inhalte navigieren kann. Eine zielgruppenorientierte Navigation erlaubt es also, den Interessen der jeweiligen Gruppe möglichst ergebnisorientiert und auch mit wenigen Klicks gerecht zu werden. Sie sollten es vermeiden, Ihre Website-Besucher mit den für sie nicht relevanten Informationen zu überlasten. Bei der Informationsflut von heute ist jeder froh, wenn er sofort findet was er sucht.

 

Cases

Die beiden TWT-Projekte Stawag und Agravis zeigen, wie ein Zielgruppen-Einstieg aussehen kann. Bei Agravis wird mit der neuen Website ein zentraler Einstiegspunkt zu mehr als 70 unterschiedlichen Produkt-, Marken- und Themenauftritten im Internet sowie zu Kunden- und Partnerportalen geschaffen. Da ist es wichtig, schon zu Beginn zu selektieren, wo es hingehen soll. Der User kann sofort entscheiden, ob er sich für Pflanzen-, Tier-, Technik- oder Bauservice-Produkte interessiert.

TWT Interactive setzt auch den Website-Relaunch der Stadtwerke Aachen um und punktet vor allem mit mediengerechtem Design und optimierter Usability. Dank eines verbesserten Web-Layouts und Design-Konzepts bietet die Seite nun eine klare Benutzerführung mit stringenter Navigation. Bereits auf der obersten Navigationsebene wird zwischen Privat- oder Geschäftskunden unterschieden, da vor allem hier grundlegend verschiedene Fragen und Ziele an eine Website aufkommen.

Fazit

Zusammen mit  Internetagenturen finden Sie für Ihre Internetseite den optimalen Einstieg und schaffen eine gute Nutzerfreundlichkeit. Mit einer Usability-Analyse Ihrer Online-Präsenz tragen Dienstleister dazu bei, dass Ihr Unternehmen kein Risiko eingeht. So sprechen Sie jede Zielgruppe individuell mit Wort und Bild an.