25.04.2014

Apps sind zu unserem täglichen Begleiter geworden. Ob soziale Netzwerke, Rezepttipps, Reiseführer oder der mobile Shop: Apps schießen wie Pilze aus dem Boden und bieten, mal mehr mal weniger, Vorteile für den User. Behalten Sie die Usability und Performance Ihrer App im Blick, sonst landet Sie schnell im virtuellen Mülleimer Ihrer Zielgruppe. Wir zeigen Ihnen die 4 wichtigsten Gründe, warum Apps gelöscht werden:

Es geht hauptsächlich um zwei wichtige Faktoren: Alltagstauglichkeit und Benutzerfreundlichkeit. Hierbei machen Unternehmen immer wieder die gleichen Fehler:

 

Zu viel wollen

Der Kauf, Download oder die Installation einer App sind ein großer Vertrauensbeweis des Kunden. Reizen Sie dieses Vertrauen nicht aus. Den Nutzer direkt nach der Installation zu fragen, ob man Zugriff auf Freundeslisten oder Kontakte erhält, ist nicht klug. Auch grundlos den Aufenthaltsort zu erfragen und Nutzerdaten zu protokollieren ist für eine Vetrauensbasis nicht förderlich. App-Anbieter müssen mit solchen Daten sehr sensibel sein. Falls Sie diese Daten für die Funktionalität der App benötigen, liefern Sie dem Nutzer direkt eine Erklärung mit, warum Sie diese Daten brauchen. Ein Facebook-Login ist zwar eine gute Funktion, sollte aber dennoch nie ein Muss sein. Versenden Sie ebenfalls nie ungefragt Informationen an Freunde und posten Sie nicht direkt Deatils zur App auf der Facebook-Page des Users.

 

Das unüberlegte Freemium-Modell

Das "Freemium"-Modell ist ein beliebtes Geschäftsmodell im App-Sektor. Aufwändig programmierte Spiele oder Apps werden dem User scheinbar gratis im App-Store angeboten. Erst im Anschluss stellt sich heraus, dass ohne kostenpflichtige App-ins, das Spiel oder die App nutzlos ist. Wirkliche Gratis-Apps gibt es heute kaum noch, es sei denn es wird sehr stark mit Werbung gearbeitet. Ganz ohne kostenpflichtige App-ins geht es oftmals also nicht. Wenn das Freemium-Modell jedoch zu aufdringlich genutzt wird, wendet sich der User ab. Gestalten Sie die Preise deshalb fair und überlegen Sie genau, an welcher Stelle eine Bezahlung Sinn macht und an welcher nicht.

 

Ein schlechter erster Eindruck

Der erste Eindruck zählt – dies gilt auch für Apps. Die Beschreibung im App-Store, der Preis, das App-Symbol, mögliche Empfehlungen von Freunden und weitere Faktoren lösen beim User eine gewisse Erwartungshaltung aus. Ist die App zu kompliziert oder unverständlich, hat der Nutzer sie schnell wieder deinstalliert. Natürlich gibt es Ausnahmen, wie Bildbearbeitungs-Software oder B2B-Apps, bei denen jedoch auch von vornherein eine andere Erwartungshaltung herrscht. Kennen Sie Ihre Zielgruppe und passen Sie die App daraufhin an. Verlieren Sie sich nicht in zu vielen Features. Weniger ist oftmals mehr.

 

Zu viel Push

Push-Benachrichtigungen sind aus Marketingsicht ein Traum. Aus Sicht des Nutzers können Sie jedoch schnell zum Albtraum werden. Die meisten Smartphone- oder Tablet-Nutzer haben viele Apps installiert, die mit Push-Benachrichtigungen arbeiten. Viele Anwender wissen sich mit einer einfachen Lösung zu helfen: Sie löschen eine App – im ungünstigsten Fall Ihre. Setzen Sie Push-Nachrichten sparsam ein und bieten Sie eine Möglichkeit an, diese zu deaktivieren.