02.05.2019

Klassische Display Ads sind auf dem Rückzug

Eigentlich haben klassische Display Ads die Nutzer schon immer genervt und die User Journey eher negativ beeinflusst – nicht ohne Grund boomen seit jeher Adblocker, die wiederum von den Werbetreibenden stetig bekämpft werden. Nichtsdestotrotz sind die Adblocker schädlich für die Reichweite und somit für die Rentabilität. Dadurch haben Display Ads über die Jahre beständig an Relevanz verloren. An Wichtigkeit haben First-Party-Daten gewonnen, also Daten, die aus dem Besitz der Unternehmen selbst kommen, etwa aus dem CRM-System oder von der Analyse der User Journey auf Corporate Websites. So können Kunden und Interessenten mit personalisierten und zielgruppengerechten Inhalten versorgt werden. Allerdings muss vor allem in Zeiten der DSGVO sehr sorgsam bei der Akquise und Pflege der Daten vorgegangen werden.

Cross-Device-Identifikation und Echtzeit-Marketing

Mit dem sich immer stärker entwickelnden Internet der Dinge (Internet of Things, IoT) verändert sich auch das digitale Marketing. Eine Möglichkeit ist die Cross-Device-Identifikation (XDID), die konsistente Werbeerlebnisse ermöglichen soll. Das würde nicht nur die Ansprache über verschiedene Endgeräte wie  Smartphones, Tablets, Computer, Smart Cars ermöglichen, sondern auch auf verschiedenen Kanälen wie Apps oder Messengern.
Mit der Cross-Device-Identifikation eng verknüpft ist der Trend Echtzeit-Marketing, bei der Verbraucher in aufmerksamkeitsstarken Momenten mit den aus Unternehmenssicht passenden Produkten und Botschaften erreicht werden sollen. Geschwindigkeit und Genauigkeit sind dabei wesentliche Faktoren, die durch die fortschreitende Technisierung und Digitalisierung noch weiter optimiert werden werden.

Blockchain als Chance für Kundenkommunikation

Auch wenn die Blockchain-Technologie einen großen Hype erlebt hat, bietet sie für das Online Marketing große Möglichkeiten, etwa im Hinblick auf Transparenz und eine weitere Ermächtigung des Kunden. Jene könnten sich gegen Leistungen der Werbetreibende auf einer Unternehmens-Blockchain registrieren und so zielgruppengerecht angesprochen werden. Die Nutzerdaten können so im Rahmen der DSGVO gegen Zugriff durch Unberechtigte abgesichert werden, gewünschtes Nutzerverhalten wie Klicks oder andere Aktivitäten können mit Coins belohnt werden.

Voice Marketing als neuer Kanal

Digitale Assistenten wie Siri, Google und Alexa erfahren immer breitere Akzeptanz bei den Nutzern, auch wenn momentan datenschutzrechtliche Fragen und vermeintliches Fehlverhalten bei einigen Akteuren auftauchen. Gerade bei den Käufen besteht noch erhebliches Potential, die Suchen über die Voice-Assistenten werden von den Besitzern schon stark genutzt.