16.06.2014

Die virtuelle Pinnwand Pinterest ist nicht nur ein Online-Bilderalbum, sondern hat sich auch als Social Media-Plattform einen Namen gemacht. Anders als bei Facebook oder Twitter geht es auf Pinterest fast ausschließlich um schöne und informative Bilder. Mit den folgenden 7 Tipps für das Pinterest-Marketing schöpfen Sie das visuelle Marketing-Potenzial aus.

Kuchenspezialitäten, komplette Sommer-Outfits oder das nächste Reiseziel: Die Foto-Vielfalt auf Pinterest ist groß. Dem Netzwerk kommt zu Gute, dass jeder Nutzer Bilder von Websites, Online-Shops und Co. pinnen kann. So vervielfältigt sich die Sammlung täglich - und Ihre Produktbilder sind schneller geteilt, als sie denken. Um dies professionell zu steuern, können Unternehmen und Marken eigene Accounts anlegen. Was dabei alles zu beachten ist, verraten unsere 7 Tipps.

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=iLzke0QdxD4"  

Tipp 1: Account mit dem eigenen Markennamen einrichten

Der Account ist die Grundlage für den Erfolg auf Pinterest und das Aushängeschild Ihrer Marke oder Ihres Unternehmens. Unternehmen, die mehrere Marken bündeln, sollten für ihre Brands ebenfalls eigene Accounts anlegen. Beispielsweise verfügt Nestlé USA über einen allgemeinen Unternehmens-Account, aber auch für die Untermarke Nespresso findet sich eine eigene Pinterest-Page. Dies ist zudem sinnvoll, wenn User beispielsweise nur nach den ihnen bekannten Produkten suchen.

Texten Sie die Unternehmensbeschreibung detailliert und versehen Sie sie mit den wichtigsten Keywords. Im Anschluss stellen Sie den Punkt „Datenschutz bei Suchvorgängen” auf “OFF”, denn nur so finden Ihre Inhalte in das Ranking der Suchmaschinen. Nun können Sie die ersten Pinnwände, auch Boards genannt, anlegen und mit hochwertigen Bildern versehen.

 

Tipp 2: Boards nach Themengebieten erstellen

Überlegen Sie sich im Vorfeld, welche Themengebiete sie mit den Boards abdecken wollen. Der Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt. Mode-Kollektionen lassen sich auf Jahreszeiten-Boards darstellen, Buchhändler können Neuerscheinungen nach Genres pinnen  oder Infografiken visuell bündeln. Planen Sie strategisch, welche Themengebiete in Ihr Produktportfolio und Ihre Unternehmensphilosophie passen.

 

Tipp 3: Die passenden Bilder pinnen

Pinterest lebt von emotionalen und hochwertigen Bilderwelten, die zum Weiter-Pinnen anregen. Die Bilder erzählen Geschichten für Ihre Nutzer und stellen eine Beziehung zwischen der Marke und dem Nutzer her. Best Practices zeigen wie es geht:

 

Whole Foods Market

Die beliebte amerikanische Biosupermarktkette Whole Foods Market präsentiert ihre Produkte auf thematischen Boards. Savoring Summer oder Colors of Spring bündeln leckere Rezepte passend zur jeweiligen Jahreszeit. Aber auch Boards mit Kinderrezepten und weihnachtliche Bilder von Backkünsten laden zu den Bilderwelten ein. Mit dieser Strategie konnte Whole Foods Market bereits 191.000 Follower begeistern.

Better Homes and Gardens

Better Homes and Gardens hat mehr als 46 Millionen Pins und Repins seit 2012. Das Online-Portal rund um Dekoration, Gartengestaltung und Tipps für ein schöneres Zuhause pinnt zu jeder Kategorie farbenfrohe Produktbilder. Das können die schönsten Gartenpflanzen sein, Salat-Rezepte oder Ideen zur Dekoration der eigenen vier Wände. Schaut man sich auf der Pinnwand um, merkt man schnell dass der Anzahl der Boards keine Grenzen gesetzt sind. Better Homes and Gardens verfügt über circa 150 kreative Pinnwände. 

Pinterest erfreut sich auch in Deutschland großer Beliebtheit. Vor allem die Hotellerie und die Buchbranche sind bereits stark auf dem Netzwerk vertreten.

 

Lovelybooks

Lovelybooks gilt als die wohl größte Bücher-Community im Web. Auf der Website lovelybooks.de empfehlen Leser anderen Lesern die besten Bücher - und dies können sie auch bei Pinterest. Die Lieblingsbücher des Teams finden sich hier genauso wie Bilder von außergewöhnlichen Bücherregalen.

HRS – das Hotelportal

HRS ist unter anderem auf Pinterest vertreten, um seine Werbekampagnen vorzustellen. Viele Hotel-Highlights werden in hochwertigen Bildern gezeigt, die direkt Lust auf eine Buchung bei HRS machen. Kennzeichnend ist die Mischung aus eigenen Angeboten und generellen Reisetipps. 

 

 

Tipp 4: Pins mit Beschreibung

Interessante Pins werden re-pinnt oder mit einem “Herz” bewertet. Beim Re-Pinnen machen sich die wenigsten Nutzer die Mühe eine Beschreibung zu texten. Daher sollten Sie als Unternehmen immer eigene Bildbeschreibungen inklusive einer Ziel-URL einfügen, die sich weitervererben lässt.

 

Tipp 5: Mitmachen ermöglichen

Mit der Funktion Pinterest "Me+Contributors," können Kunden, Mitarbeiter und Fans dazu berechtigt werden, Bilder in einem oder mehreren Gruppen-Boards zu pinnen. Ausgesuchte Nutzer erhalten per E-Mail die Benachrichtigung, dass sie für das Board freigeschalten sind und sich beteiligen können. Solche Gruppenboards können eine aktive und engagierte Nutzergruppe formen, die sich intensiv mit Ihrem Unternehmen und Ihren Produkten auseinandersetzt.

 

Tipp 6: Auch B2B-Unternehmen sollten pinnen

Viele B2B-Unternehmen verfügen nicht über die visuelle Vielfalt wie B2C-Firmen. Doch auch im B2B-Bereich ist ein Pinterest-Account durchaus lohnenswert. Zum Beispiel können Sie Infografiken zu Ihrer Branche posten, Bilder aus Blog-Artikeln oder Hintergrund-Bilder zu Ihrem Unternehmen. So geben auch B2B-Unternehmen ihren Kunden und Followern ein anschauliches Bild von sich.

 

Tipp 7: Andere Netzwerke verbinden

Verbinden Sie Ihren Pinterest-Account mit anderen sozialen Netzwerken, auf denen sie aktiv sind. Auf Facebook bietet es sich beispielsweise an eine eigene Pinterest-App als Reiter zu integrieren. So lenken Sie Ihre Facebook-Fans auch zur virtuellen Pinnwand.

Bildschirmfoto 2014-06-13 um 13.55.52

(Apps der TWT Facebook-Page)

Pinterest ist aktuell das am schnellsten wachsende soziale Netzwerk. Im Januar 2014 hatte die Plattform bereits 70 Millionen aktive Nutzer, so wiwo.de. Dies nimmt Pinterest zum Anlass Unternehmen auch Promoted Pins anzubieten. Pins werden so bei bestimmten Suchanfragen und im jeweiligen Kategorie-Feed angezeigt. Der Werbecharakter wird lediglich durch einen schlichten Schriftzug “Promoted Pin” gekennzeichnet.

Wie bei Facebook und Twitter verfolgt der Einsatz von Pinterest als Marketinginstrument in Unternehmen ein Ziel: Das selbstständige Verbreiten von gewünschten Inhalten durch den User. Damit dies auf allen Kanälen gelingt, unterstützen wir Sie gerne bei Ihrer Social Media Strategie.