08.03.2012

Schlagwörter wie Know-How-Transfer, Innovation Management und Enterprise 2.0 sind aus aktuellen Trend-Diskussionen nicht mehr wegzudenken. Sie sind mehr als das. Sie sind Ausprägungen des stetigen technologischen Fortschritts und damit verbundenen, veränderten Konsumbedürfnissen. Langfristig bedeuten sie sogar eine Umwandlung von Geschäftsmodellen und Marktstrategien - Digital Business Transformation.

 

Die rasante Digitalisierung der Gesellschaft wirkt sich nachhaltig auf alle Facetten unserer Lebens- und Arbeitsbereiche aus. Sie verändert damit auch massiv Unternehmen und Geschäftsbeziehungen zwischen Unternehmen und Menschen. Sie schafft neue Chancen für Business-Konzepte, stellt aber auch Identität und Strategie eines Unternehmens in seinen Strukturen, Prozessen und Kultur auf den Prüfstand. Nicht nur einzelne Funktionen und Unternehmensbereiche sind betroffen. Vielmehr geht es um eine nachhaltige Veränderung und Neuausrichtung von Kommunikation, Marketing, Vertrieb und Service unter Einbezug technologischer Gegebenheiten und die Erschließung der damit verbundenen, vielfältigen Geschäfts-Potenziale aus der Digitalisierung heraus.

Digital Business Transformation - Was bedeutet das für mein Unternehmen?

Digital Business Transformation stellt die Frage nach “Wie plane, steuere, betreibe und optimiere ich meine Wertschöpfungskette in der digitalen Ära?”. Sprich, welche Auswirkungen hat die Digitalisierung auf mein bestehendes Geschäft, meine Umsätze, meine Ertragspotenziale und meine Differenzierungs-merkmale im Markt. Es gilt zu identifizieren, welche Schlüsselkompetenzen für den zukünftigen Markterfolg entscheidend sein werden und welche Kompetenzen nötig sind, um zukünftig zu bestehen. Und nicht zuletzt geht es darum, die richtige Strategie zu finden und meine Geschäftsmodelle bereit für die Digitalisierung zu machen.

Aktuelle internationale Studien belegen jedoch, dass nur rund ein Drittel der Unternehmen sich selbst als erfolgreich wahrnimmt, ihr Geschäftsmodell ins digitale Business zu transformieren. Was sind die Ursachen für diese Defizite: professionelles Innovation und Change Management in Strategien, Strukturen, Systemen und Prozessen wird nicht konsequent gelebt und umgesetzt. Zudem lässt sich auch die nachhaltige Veränderung und laufende Optimierung der Wertschöpfungskette zum Wertschöpfungsnetzwerk, als grundlegende Infrastruktur von Organisationseinheiten, Partnern und Zielmärkten, für das Unternehmen nicht greifbar machen. Geschäftsmodelle müssen jedoch diese Netzwerkfähigkeit ständig weiterentwickeln, aktiv kooperieren, intelligent und flexibel zusammenarbeiten, um sich zukunftsweisend im Markt zu differenzieren.

 

Veränderte Beziehungen: Dialoge zwischen Unternehmen und Kunden ändern sich

Selbstbestimmt, selbstbewußt, informiert, mündig, zu jeder Zeit, an jedem Ort, zugunsten von Bequemlichkeit und Zeitersparnis dank stetiger Informationsverfügbarkeit - so lassen sich die Nutzungsgewohnheiten des modernen Kunden charakterisieren. Viele Geschäftsmodelle stehen vor enormen Markt- und Umsatzeinbußen, wenn sie die veränderten Kundenbedürfnisse vernachlässigen. Richtig genutzt, bieten sie aber auch unglaubliche Chancen ganz neue Märkte, Segmente und Kundengruppen zu erschließen. Die Anforderungen: Wie hole ich den richtigen Kunden im jeweiligen, geeigneten Kanal ab? Wie passt mein Geschäftsmodell auf die Veränderungen in Marketing, Vertrieb und der Kundenerwartungen? Welche digitalen Umsatz- und Ertragspotenziale kann ich unter den neuen Gegebenheiten ausschöpfen? Wie muss ich meine Produkte und Services verändern oder weiterentwickeln?

Detailliertes Wissen über den Kunden, automatisierte Prozesse und digital unterstützte Kundeninteraktionen spielen dabei eine immer größere Rolle. Produzenten, Markenartikler und Händler müssen Angebote und Services möglichst genau an die kundenindividuellen Bedürfnisse anpassen und diese in die bewusste Wahrnehmung des Kunden und ihren Lebensraum bringen. Best Practices wie das QR-Code-Shopping mit Plakaten á la Tesco zeigen, dass dies in einer geschickten Verknüpfung von E-Commerce und lokalem Vor-Ort-Geschäft gelingt. Mit nur einem Scan und einem Klick können Artikel unmittelbar bestellt und bezahlt werden. Besonders in der vergangenen Weihnachtssaison haben Verbraucher verstärkt auf komfortable und stressfrei Alternativen zum Ladengeschäft gesetzt. In diesem Kontext hat sich das Shoppen via QR-Code auch im deutschen E-Commerce als lukrativ gezeigt.

B2B Wertschöpfungsketten und Prozesse im Wandel

Gewachsene Marktbeziehungen verändern sich: Neben neuen Wettbewerbern treten auch bisherige Lieferanten in die direkte Konkurrenzsituation und Kunden sind bestens über das Internet informiert. Zusätzlich werden Vertriebs- sowie Marketing-Prozesse durch neue Software- und und Hardware-Lösungen, wie iPhone und iPad, neu gestaltet. Dies stellt Marketing und Vertrieb vor neue, richtungsweisende Herausforderungen. Es eröffnet zugleich vielfältige Chancen für Unternehmen, diese Veränderungen als neue Geschäftspotenziale zu erschließen, neue Kunden zu gewinnen und integrierte Wertschöpfungsnetzwerke aufzubauen. Unternehmen die dies erkennen und für sich zu nutzen wissen, sind fit für die Digitalisierung ihrer Geschäftsmodelle.

 

Ein Beispiel: Die verbreitete Nutzung mobiler Endgeräte wie iPads und iPhones im Business-Sektor ermöglicht eine Transformation von Vertriebs- und Servicemodellen auf ortsunabhängige und flexible Strukturen. Hier bieten sich vor allem Mobile Business Apps auf dem Tablet für Mitarbeiter im Verkauf oder dem Außendienst an, um Services und Produkte zu präsentieren, Bedarf gemeinsam mit den Kunden zu konkretisieren sowie Angebote zu erstellen und Bestellprozesse zu vereinfachen. So lassen sich z.B. durch eine direkte Verknüpfung an die Unternehmens-Datenbank alle relevanten Kundendaten inklusive Bonitätsauskünfte einsehen sowie Aufträge oder Berichte unmittelbar digital erfassen.

Die Zukunft ist schon heute

Die zunehmende Digitalisierung führt zu einem Wandel des bestehenden Verständnisses von Kunde und Wertschöpfungskette. Die Identität eines Unternehmens und des zugehörigen Geschäftsmodells muss auf diese veränderten digitalen Marktanforderungen, Kundenbedürfnisse und Kernkompetenzen überprüft werden. Langfristig bedeutet dies zugleich auch eine Überwindung des Denkens in einzelnen Vertriebskanälen zugunsten von vernetzten, integrativen Crosschannel-Strategien. Der Unternehmenserfolg wird zukünftig stärker davon abhängen, wie schnell und nachhaltig Unternehmen neue Innovationen einbinden können, wie sie die Potenziale der Digitalisierung verstehen, für ihr Unternehmen interpretieren und in der Praxis nutzen. Partner wie TWT helfen diese gegebenen Chancen der Digital Business Transformation auch für Ihr Unternehmen aktiv zu erschließen.