02.04.2012

Suchen und Finden hat in der digitalen Welt eine zentrale Bedeutung. Dies gilt nicht nur für das große World Wide Web sondern auch für die interne Suche einer Webseite. Nutzer übertragen ihr gelerntes Suchverhalten von den Suchmaschinen auf die Suche im Online-Shop oder auf einer Unternehmensseite. Vor allem im E-Commerce bleibt das Suchfeld eine der wichtigsten Stellen, um die Conversion Rate zu steigern. Onsite Search ist die älteste und wichtigste „Web 2.0“-Internet-Anwendung und zugleich die von den Unternehmen am wenigsten beachtete. 

Mit dieser Checkliste optimieren Sie die Suche auf Ihrer Webseite 

 

  • Einfache Bedienung muss im Vordergrund stehen: Die Nutzer sind es gewohnt auf google.de, ebay.de oder amazon.de eine einfache Suche vorzufinden. Gestalten Sie Ihre Suche daher so innovativ wie möglich. Die Technik sollte hier kein limitierenden Faktor sein. Orientieren Sie sich vom Suchdesign her an der Google Suche, denn dieses Design ist von Millionen von Web-Benutzern bereits gelernt und wird sofort verstanden.
  • Ihre Suche soll Suchanfragen in Suchtokens aufsplitten können: Die Suche nach “Apple Notebook soll auch den Text “… Notebooks von Apple …” finden.
  • Spielen Sie mit den Platzierungen und Größendarstellungen des Such-Buttons: Die interne Suche im unteren Bereich Ihrer Webseite zu platzieren funktioniert z.B. nicht so gut, wie ein Suchfeld im direkten Sichtfeld des Users. Platzieren Sie die Suche aufmersamkeitsstark oben, mittig oder rechts.
  • Vorschläge bei der Eingabe: Nutzer sind an die Vorschlagfunktion der Suchmaschine Google gewöhnt. Daher macht es Sinn bei der Onsite Search während der Eingabe der Suchphrase mögliche Begriffe vorzuschlagen oder gar Produktbilder mit anzuzeigen.
  • Bieten Sie Filter an: Über Filteroptionen kann der Nutzer das Suchergebnis weiter verfeinern und auf die für ihn relevanten Treffer bringen. Zum Beispiel bei der Einschränkung auf ein bestimmtes Produktsegment.
  • Überzeugen Sie mit Geschwindigkeit: Aus dem Internet sind die Benutzer so verwöhnt, dass Sucherergebnisse im Millisekundenbereich ausgespielt werden, dies muss auch für die Onsite Search gelten.
  • Die Suchergebnisse müssen in eine Reihenfolge gebracht werden: Relevante Treffer sollten vor weniger relevanten Treffern angezeigt werden. Dieses Feature ist entscheidend für die Qualität der Suche. Usability-Tests zeigen, dass sich User vor allem im oberen Bereich einer Webseite aufhalten. Laut Nielsen halten sich 80 Prozent der User “above the fold” auf, sprich sie scrollen wenig.
  • Nutzen Sie die Suchseite als Landingpage: Wenn Sie bereits Bannerwerbung im Internet verwenden, dann nutzen Sie diese auf Ihrer Suchseite für die beworbenen Suchbegriffe. Bringen Sie zum Beispiel bei der Suche nach "Zündkerze" das Banner zur 15% Aktion. Genauso können Sie auf der Suchergebnisseite bereits Informationen anzeigen, die über die Suchtreffer hinaus gehen. Auf einem Reiseportal kann die Suche nach "Afrika" beispielsweise einen Info-Teaser mit allgemeinen Informationen zum Kontinent und ein paar weiterführende Links anzeigen (Wetterbericht, Auswertigesamt, etc.). Dies muss nicht für jeden Suchbegriff gemacht werden, aber prüfen Sie die Suchergebnisseite der Top10 Suchbegriffe. Wie kann ich das Ergebnis aufwerten?
  • Analysieren Sie den Erfolg: Vergleichen Sie User, die die interne Suche nutzen mit denen, die Onsite Search nicht verwenden. Hier kann sich ein Unterschied im zweistelligen Prozentbereich bei der Conversion Rate ergeben.