27.06.2014

Nützliche Informationen, Beratung und Unterhaltung sowie qualitativ hochwertige Inhalte schärfen heute das Markenimage. Doch wo kommt dieser Content her? Die Zeiten, in denen strikt nur noch die eigenen Website-Links verbreitet werden, sind vorbei. Das Aufbereiten und Streuen von bestehenden Netz-Inhalten erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Die sogenannte Content Curation vereint diesen Kommunikations-Mix. Im Folgenden erfahren Sie, wie die neue Form des Content Marketings funktioniert.

 

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Was versteht man unter Content Curation?

Kuratieren (engl. Curation) bedeutet das Selektieren, Zusammenstellen und Verbreiten von Inhalten. Im Web spricht man oftmals auch von Digital Creation. Der Begriff beschreibt die Filterung und Zusammenstellung von Content, der beispielsweise über soziale Netzwerke verbreitet wird. Bei der Kuration bewertet eine Person Inhalte von Anderen nach ihrer Relevanz für das eigene Unternehmen und teilt es für eine spezifische Zielgruppe. Die Content Curation ist somit eine Basishandlung bei der Internetnutzung.

Ursprünglich kommt der Begriff aus der Kunst. Kuratoren haben ihre Ausstellungen mit Werken verschiedener Künstler an einem Ort präsentiert. Im Web läuft dies ganz genauso: Es werden ausgesuchte Inhalte an die eigene Zielgruppe weiter gegeben. Wenn Sie beispielsweise auf einen Quellen-Link in einem Tweet verweisen oder ein Posting von Ihrer Lieblingsmarke auf ihrer Timeline geshared haben, dann haben Sie auch schon kuratiert.

 

Markenbekanntheit aufbauen

Content Curation ist zu einem wichtigen Instrument geworden, um die Bekanntheit und das Image der eigenen Marke zu stärken. Damit dies gelingt, müssen relevante Entwicklungen der eigenen Branche und Storys, die Ihre Zielgruppe interessieren, aus der täglichen Flut an neuen Postings, Blogbeiträgen und Tweets herausgefiltert werden. Content Manager und Redakteure gehen daher immer mehr dazu über, thematisch passende Quellen zu scannen und die wichtigsten News und Inhalte des Tages selbst aufzubereiten. Wer nun denkt, dies könne so schwer nicht sein, liegt falsch. Es geht darum, ein Gespür dafür zu entwickeln, welcher Content für die eigene Zielgruppe von Bedeutung ist und diesen kompetent zu kommentieren. Nur so werden Unternehmen und Marken zu Meinungsführern im Web und glänzen durch ihr Know-How.

 

So kuratieren Sie richtig

Bei der Content Curation gibt es einige Regeln zu beachten, denn es reicht nicht sich einfach mit fremden Federn zu schmücken. Vielmehr geht es um korrekte Verweise auf fremde Inhalte, die mit eigenen Publikationen angereichert werden. Mit der richtigen Strategie gelingt die Kuration mehrwertstiftend:

 

  • Wählen Sie nur Informationen, die Ihre Unternehmenskommunikation untermauert
  • Agieren Sie als Filter für Ihre Zielgruppe und bieten einen Überblick im Daten-Dschungel
  • Beziehen Sie sich nie nur auf eine Quelle, sondern kuratieren Sie vielfältige Portale
  • Fügen Sie Ihr Statement, Marktbeobachtungen oder eigene Referenzen zu den kuratierten Inhalten hinzu, um sich zu positionieren
  • Fragen Sie sich immer, bevor Sie etwas teilen, folgendes: Ist diese Meldung relevant für meine Zielgruppe?

Passende Plattformen zur Content Curation

Prinzipiell sind Twitter und Facebook die Vorreiter für die Kuration von Inhalten, da die beiden Plattformen vom Teilen und Posten leben. Vor allem auf Twitter werden jede Minute unzählige Tweets zu Nachrichten, neuen Fachartikeln oder Infografiken veröffentlicht. Re-Tweets mit einer Erwähnung des Urhebers bzw. der Quelle sind die Folge – also Content Curation at it’s best. Das Bildernetzwerk Pinterest eignet sich ebenfalls für die Kuration. Grafiken, Produktbilder uvm. lässt sich auf visuell ansprechende Art an die Follower herantragen. Unternehmen, die es bevorzugen, eigene Bildelemente mit einem Wasserzeichen zu pinnen, werden erstaunt sein, wie zügig sich die eigenen Inhalte verbreiten und auf den Boards von anderen Pinnern landen.

 

Mit Paper.li zum Content Curator

Auf dem Markt hat sich ein Tool zur Content Curation etabliert: Paper.li. Dazu werden Inhalte aus den angebundenen sozialen Kanälen als eine Art Tageszeitung veröffentlicht. Wie das aussehen kann, zeigt das etracker Tageblatt.

 

Um dieses Tageblatt zu erstellen, zieht das Tool aktuelle Inhalte aus Twitter, Facebook, YouTube oder einem RSS-Feeds. Dazu müssen Sie lediglich passende Quellen auswählen, die auf dem Paper zu lesen sein sollen.

Content Curation besitzt das Potenzial, aus Marken und Unternehmen Influencer im Web zu machen und das Markenimage zu stärken. Seinen Followern, Kunden und Facebook-Fans zu zeigen, was angesagt und relevant ist, vermittelt, dass Sie am Zahn der Zeit arbeiten. Wir unterstützen Sie gern bei Ihrer Content Marketing-Strategie und schauen gemeinsam mit Ihnen über den Tellerrand.