27.10.2021

Die Coronakrise wirkt sich auf alle Bereiche unseres Lebens aus und so auch auf die Weihnachtssaison im E-Commerce. 

Laut einer Statista Umfrage tätigten im vergangenen Jahr insgesamt 53 Prozent der Befragten ihre Weihnachtseinkäufe ausschließlich online. In dem Zusammenhang gab die DHL an, bereits im November 2020 den Vorjahres-Rekord der Anzahl der in Deutschland transportierten Pakete überschritten zu haben. Zu dieser Zeit waren bereits 1,6 Milliarden Pakete von dem Logistikunternehmen transportiert worden – 2019 waren es in Summe 1,57 Milliarden bis Jahresende.

Auch wenn im vergangenen Jahr, sei es durch Jobverlust oder Kurzarbeit, insgesamt weniger Weihnachtsgeschenke gekauft wurden: Die, die es unter den Weihnachtsbaum schafften, hatten die Käufer*innen großteils online erworben. Damit war das Jahr 2020 unterm Strich ein lukratives Geschäft für Online-Händler.

Die Mehrheit der Verbraucher*innen ist nicht dazu bereit, wieder Geschäfte zu besuchen

Die Konsument*innen sind vorsichtig geworden, wenn es darum geht, sich in einem Umfeld aufzuhalten, in denen das Risiko einer Krankheitsübertragung hoch ist – wie etwa in überfüllten Einzelhandelsgeschäften. Diese Besorgnis spiegelt sich in dem Wunsch nach laufenden COVID-19-Maßnahmen wider. Dazu gehören das obligatorische Tragen von Masken, Plexiglasscheiben und die Möglichkeit, außerhalb der Stoßzeiten einzukaufen, um Menschenmengen zu vermeiden. Aber es gibt noch einen anderen, viel einfacheren Grund für diese Zurückhaltung: Gewohnheiten lassen sich nur schwer ablegen. Das Online-Shopping ist eine neu erlernte und lieb gewonnene Notwendigkeit geworden. Die Folge: der stationäre Einzelhandel muss sich in dieser Weihnachtssaison etwas einfallen lassen, wenn er mehr Kunden anlocken möchte. 

Nicht zu vernachlässigen ist auch die Art und Weise, wie Menschen Produkte entdecken. Der klassische Schaufensterbummel hat erstmal ausgedient – stattdessen ist Social Commerce zu einem der favorisierten Mechanismen geworden

Das belegt eine von Facebook in Auftrag gegebenen YouGov-Studie, für die fast 50.000 Proband*innen weltweit befragt wurden. 36 Prozent empfindet den Besuch in einem Laden als eines des frustrierendsten Shopping-Erlebnisse überhaupt. 34 Prozent shoppen mobil, da es als sicherer empfunden wird als in ein Geschäft zu gehen.

Um die Konsument*innen bei dem zunehmend großen Online Angebot zu erreichen, sind Maßnahmen wie zum Beispiel die Schaltung dynamischer Werbeanzeigen, die Erstellung einer Lookalike Audience aber auch das klassische Retargeting ein durchaus erfolgversprechender Weg. 

Die Menschen starten früher mit dem Weihnachts-Shopping – und zwar online

In den letzten Jahren hat sich gezeigt, dass die Konsument*innen ihre Weihnachtseinkäufe deutlich früher beginnen – noch bevor die meisten saisonalen Waren (und Werbeaktionen) in den Regalen stehen. 

Quelle: Repräsentative Civey-Umfrage für eBay Ads Deutschland vom 08. bis zum 11. Juli 2021. Befragte: 2.506 Konsument*innen in Deutschland, Stichprobenfehler: +/- 3,1 Prozentpunkte

Die früher beginnende Shopping-Saison hat sowohl für Einzelhändler*innen als auch für Verbraucher*innen Vorteile. Anstatt sich auf kurze und intensive Festtags-Wochen zu konzentrieren, können die Shops die Nachfrage nach verschiedenen Produkten im Laufe der Weihnachtssaison vorhersagen und so viel besser auf Markttrends reagieren. Dies hilft ihnen auch, große Engpässe bei der Auftragsabwicklung und -erfüllung zu vermeiden, die zu Lieferverzögerungen führen und die Kundenzufriedenheit beeinträchtigen.

Für die Konsument*innen schafft dies im Umkehrschluss mehr Vertrauen, da sie trotz der anhaltenden Herausforderungen in der Lieferkette die gewünschten Produkte finden.

Bequemlichkeit ist das A und O – und Online Marken legen noch einen drauf

Die Möglichkeit, Warteschlangen zu umgehen und von unterwegs oder zu Hause aus nach Artikeln zu stöbern, ist einer der wichtigsten Gründe, warum Verbraucher*innen in der (Vor-) Weihnachtszeit lieber online einkaufen. Das gesamte Einkaufserlebnis selbst zu bestimmen, bietet deutlich mehr Flexibilität und Bequemlichkeit, zumal Serviceleistungen wie kostenloser Versand und schnelle Lieferung immer mehr zum (erwarteten) Standard werden.

Hinzu kommt eine deutliche Veränderung der Interessen der Zielgruppen. Laut einer Umfrage der KI-Messaging-Plattform LivePerson bestimmen folgenden E-Commerce-Trends den Erfolg:

Die Konsequenz: Digitale Einkaufslösungen müssen sich kontinuierlich verbessern, denn Verbraucher*innen wollen innovative Einkaufserlebnisse. 

Wie Sie als Händler*in gut vorbereitet in die Weihnachtssaison starten

  1. Bereiten Sie sich schon jetzt auf den erwarteten User-Ansturm in Ihrem Shop vor. 
  2. Schaffen Sie ein nahtloses virtuelles Kundenerlebnis mit innovativen Konzepten. 
  3. Entwickeln Sie ein strategisches Weihnachtsmarketing und Werbeaktionen. Vor allem Social Media bietet sich zum Storytelling und Social Listening an, um schlussendlich die Zielgruppe von Ihren Produkten zu überzeugen. 
  4. Überraschen und begeistern Sie mit flexiblen Versandoptionen, wie auch Click & Collect Angeboten. 
  5. Ihre Logistik muss immer einen Schritt voraus sein: Stellen Sie sicher, dass alle Logistikpartner, Ihre Produkte im Lager und das Retourenmanagement perfekt aufeinander abgestimmt sind. 
  6. Verstärken Sie den Kundenservice und -support.

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