26.09.2014

„Die E-Mail ist noch lange nicht tot”. Das waren die Worte von Frank Strzyzewski auf der dmexco 2014 in Köln. Um E-Mails für Empfänger interessant zu gestalten, gehört die Personalisierung bereits zum Standard-Instrument des E-Mail-Marketings. Spannend wird es, wenn man weitere Personalisierungskonzepte miteinander kombiniert: die sogenannte Hyperpersonalisierung erreicht neue Dimensionen in der individualisierten Kundenansprache. Wir fassen die wichtigsten Ergebnisse der dmexco 2014 für Sie zusammen und geben Ihnen richtungsweisende Tipps für ein erfolgreiches E-Mail-Marketing.

Was man als Hyperpersonalisierung neu definiert, sind Ansätze im E-Mail-Marketing, die bereits jedes Unternehmen kennt. Entscheidend ist jedoch, dass klassische Mailings lediglich auf ein Konzept ausgelegt und somit recht schwach personalisiert sind. Wo einzig die Anrede in der Betreffzeile individuell zugeschnitten ist, erwarten Empfänger bereits mehr - und dazu sind Unternehmen und Kunden auch bereit. Unternehmen müssen alle zur Verfügung stehenden Informationsquellen nutzen, um dem Endverbraucher den Mehrwert zu bieten, durch den er sich auch angesprochen fühlt.

Hyperpersonaliserung heißt den Empfänger kennen zu lernen

Kundenprofile optimieren

Kontextinformationen von der Unternehmswebsite können wichtige Anhaltspunkte zum Kundenprofil liefern. Aus Anmeldemasken der Website lässt sich beispielsweise schnell anhand der Produktkategorie das Geschlecht herausfiltern. Gleichzeitig erweitert die Markenaffinität  durch präferierte Produkte und Marken das Profil der Kunden. Daten aus Klickpfaden und Suchergebnissen schärfen die Personalisierung zusätzlich. Dabei lassen sich ebenfalls die genutzten Endgeräte, Betriebssysteme und Browser herausfiltern, um dem Empfänger die idealen E-Mail-Formate zur Verfügung zu stellen.

E-Mail-Adressen: Die Informationsquelle schlechthin

Newsletter-Anmeldungen dienen als perfekter Start zur Nutzeranalyse. E-Mail-Adressen weisen auf alle nötigen persönlichen Profildaten hin. Aus dem Vornamen des Adressaten lassen sich Geschlecht, Ethnie, Namenstag und das Durchschnittsalter ableiten. Die IP Adresse aus Anmeldungen enthält wichtige Informationen zur Region und Firmenzuordnung der Kunden, wobei aus der E-Mail-Domain Firmendaten definiert werden können. Ebenfalls kann basierend auf der Top-Level-Domain eine Sprache abgeschätzt werden, um die optimale Kundenansprache gewährleisten zu können.

Analyse und Struktur der Daten optimieren

Die richtige Analyse bietet viele Vorteile für eine effektive Strukturierung anstehender Newsletter. Auf der Grundlage von Klicks auf beispielsweise Newsletter-Artikel- oder Landing Page-Keywords lassen sich Produkt-Affinitäten erschließen. Da der Zeitpunkt beim Versand von Mailings eine große Rolle spielt und es die Öffnungsrate folglich steigen lässt, sollte eine Zeitpräferenzen-Analyse in jeder Planung berücksichtigt werden. Zu welcher Zeit ist an welchen Tagen der meiste Traffic? Läuft die Nutzung mobil oder am Desktop ab?

Um die Analyse nachhaltig zu optimieren, müssen Kontraste innerhalb von Zielgruppen herausgefiltert werden. Anhaltspunkte sind hier die Postleitzahlen, in denen Empfänger ihre Newsletter öffnen. Anhand dessen lassen sich ideale Auswertungen zum Geschlecht und den Präferenzen der jeweiligen Gebiete anfertigen.

Bessere Konzepte und Technologien

Die nun vorliegenden Daten und Ergebnisse eignen sich ideal für ein hyperpersonalisiertes E-Mail-Marketing. Hier stellen wir Ihnen wegweisende Tipps zur gestalterischen und inhaltlichen Umsetzung Ihrer Auswertungen zur Verfügung:

  • Bildpersonalisierung durch die Nutzung des Vor- oder Firmennamen der Empfänger auf Schlüsselbildern
  • Eigene Content-Präferenzen im Newsletter geben dem Empfänger die Möglichkeit, bevorzugte Abonnements auszuwählen und auch abzuändern
  • Auf der Website lassen sich durch Content-Präferenzen Interessengebiete mitteilen, die für eine individualisierte Entscheidung des Newsletter-Inhaltes sorgt
  • Präferenzen lassen sich als Input in E-Mailings einbauen, wobei zwischen einem Single und Multi Topic Newsletter entschieden werden kann
  • Anhand einer Absenderpersonalisierung können Empfänger ihre eigenen Key Account Manager sehen und somit eine persönliche Verbindung schaffen

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Fazit: Personalisierung 3.0

Empfänger sind bereit für die neuen Dimensionen der Hyperpersonalisierung. Die Kaufbereitschaft bzw. Konversion jedes einzelnen Empfängers ist abhängig vom dem zur Verfügung stehenden personalisierten Mehrwert. Je besser das Unternehmen seine Kunden kennt, desto einfacher wird es eine vertraute Verbindung aufzubauen. Wir beraten Sie gerne hinsichtlich Ihrer E-Mail-Marketing Strategie und konzipieren individuelle Newsletter-Inhalte.