25.03.2013

Sie suchten doch eine blaue Jacke? Oder vielleicht die passende Handtasche dazu? Was in der User-Welt als das Zalando-Gefühl beschrieben wird, nennt sich im Fachjargon Tracking bzw. Re-Targeting. Kaum hat man als Internetnutzer in einem Online-Shop gestöbert, erscheinen auf den nachfolgenden Seitenaufrufen persönliche Werbebanner. Und die zeigen immer genau die Produkte, für die sich der User vorher interessiert hat. Bestellungen, Likes, Cookies: Es gibt zahlreiche Wege, um zu prüfen wie der Kunde sich im Netz bewegt. Werbetreibende sollten ihr Tracking jedoch gezielt und sparsam einsetzen, um Online-Kunden nicht zu verprellen.

Welche neuen Möglichkeiten auf Werbetreibende warten und wie die User darauf reagieren, erfahren Sie im Folgenden.

 

Was ist Tracking eigentlich?

Mithilfe von Tracking lassen sich bestimmte Kundengruppen genauer definieren. Tracking-Cookies ermöglichen Werbenetzwerken und Shop-Betreibern, User über Websites hinweg zu “verfolgen”. So lassen sich individuelle Profile der Online-Kunden erstellen. Wer regelmäßig seine Cookies löscht oder Tracking-Cookies blockiert, kann nicht erfasst werden. Facebook hat dafür nun eine Lösung für Werbekunden gefunden. Viele Nutzer des Sozialen Netzwerks loggen sich nicht aus, sodass das Surfverhalten auch auf anderen Internetauftritten erfasst werden kann.

 

Facebook für geräteübergreifendes Tracking

Anhand der Facebook-ID werden User auf allen Endgeräten und in allen Browsern erkannt. Voraussetzung: Webseiten-Betreiber binden einen dafür gefertigten Code-Schnipsel in ihr CMS-System ein. Das Soziale Netzwerk errechnet daraufhin eine sogenannte “Optimized CPM”, sprich einen optimierten Tausendkontakterpreis. Die Conversion wird gemessen, so dass registriert wird, ob ein Kunde die gewünschte Aktion des Werbetreibenden ausgeführt hat. Werbekunden von Facebook können so ihre Kampagnen gezielter ausrichten, da sie ein “Profil” der Nutzer einsehen können. Bislang kann das Tracking aber nur von Werbekunden genutzt werden, die Facebook Ads und Sponsored Stories verwenden.

 

Datenschutz wahren

Theoretisch bietet sich jedem Internetnutzer die Möglichkeit, Tracking zu umgehen. Unternehmen könnten so den Nutzern, von denen sie nichts wissen, auch keine zielgerichtete Werbung zuspielen. Laut einer aktuellen Umfrage von Ovum ziehen es 68 Prozent der Internetnutzer vor, nicht zu Werbezwecken quer durchs Netz verfolgt zu werden. Daher ist Vorsicht geboten. Sie sollten den Wunsch der Nutzer unbeobachtet zu bleiben, nicht ignorieren. Laut dem Wirtschaftsmagazin “brandeins”, beenden lediglich ein Prozent der Websitebetreiben das Tracking, wenn ein Nutzer das über die Do-Not-Track-Funktion wünscht. Dies ist ein fataler Fehler, denn so verlieren Sie Kunden anstatt sie persönlich ansprechen zu können. Achten Sie bei dem Einsatz von Tracking-Tools auf die Wahrung des Datenschutzes und lassen sich im Zweifelsfall umfassend beraten.

Mehr Informationen zeigt die Infografik.