11.07.2016

Macht die Digitalisierung ein Unternehmen zum Gewinner oder Verlierer? Die Antwort darauf ist abhängig davon, wie schnell sich das Unternehmen den neuen technologischen und unternehmerischen Anforderungen anpasst. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, darf nicht an alten Geschäftsmodellen festgehalten werden. Wer Herausforderungen schnell meistert gewinnt.

Agile Unternehmensstrukturen entscheidend

Die Umsetzung der digitalen Transformation in Unternehmen liegt in den Händen der obersten Management-Ebene. Dazu wurden in einer Studie der Detecon mehr als 200 Führungsverantwortliche verschiedener Unternehmen zum Thema “Digitalisierung und Internet of Things (IoT) - Anforderungen an die agile Organisationen” befragt. Die Studienteilnehmer erwarten einen erheblichen Anstieg agiler Strukturen im Unternehmen. Dabei müssen gleich mehrere Kompetenzen erschaffen werden und erhalten bleiben. Innovation und Schnelligkeit soll vor allem hinsichtlich Kundenanfragen gewährleistet werden. Dabei darf aber auch das gewohnte standardisierte und qualitative Vorgehen nicht verloren gehen. Wer sich flexibel den Kundenwünschen anpassen kann, gelingt die digitale Transformation besser. Studienteilnehmer sind sich bewusst, dass Digitalisierungskompetenz unmittelbar aufgebaut werden muss. Zur Unterstützung soll häufiger die Zusammenarbeit mit externen Dienstleistern gesetzt werden.

  • Beratung durch externe Dienstleister
  • Externe Technologiedienstleister
  • Beteiligung an Start Ups
  • Zusammenarbeit mit Branchenverbänden

Verantwortung bei CEO und CIO

Entgegen der Erwartung, die durch die Verbreitung der Position des CDO, Chief Digital Officer, geweckt wird, tragen der CEO und CIO die Verantwortung für die digitale Transformation innerhalb eines Unternehmens. Die Rolle des CDO der Zukunft ist noch ungewiss. Fest steht, die Aufgabenbereiche des Executive und Information Officers werden sich verändern. Die Digitalisierung bringt generell personale Veränderungen mit sich. Bestehende Mitarbeiter müssen in Sachen Digitalkompetenz gefördert werden. Bei Neuanstellung wird man zukünftig verstärkt auf digitales Know-how setzen. Unternehmensintern wirft die Verantwortlichkeit noch Unstimmigkeiten auf. Während Geschäftsführer sich für den digitalen Wandel gerüstet sehen, können Mitarbeiter dies nicht zweifelsfrei bestätigen. Auch wünschen Sie sich mehr Transparenz hinsichtlich Unternehmen verändernden Entscheidungen.

Digitalisierung und IoT wird Unternehmen in den nächsten Jahren beschäftigen

Das Studienergebnis zeigt, dass die Digitalisierung und die damit verbundenden Veränderungen bei den befragten Unternehmen die Themen-Agenda dominieren. Führungskräfte erwarten, dass sich die digitale Transformation noch in den folgenden drei Jahren auf die Arbeitsprozesse auswirken werden. Um neue Anwendungsfelder und entsprechende Vorgehensweisen im Umgang mit der Digitalisierung herauszustellen, führen einzelne Unternehmen Pilotprojekte durch. Besonders die Bedeutung der IT-Abteilungen wächst. Die Abteilung steht mit nahezu jedem Geschäftsbereich in Verbindung. Projekte müssen frühzeitig mit der IT abgestimmt werden, damit die digitale Umsetzung gelingt.

(Quelle: detecon.com)