06.08.2015

Das Potenzial des Internet of Things (IoT) ist enorm. Einige Marken und Unternehmen haben dies bereits erkannt, während andere nicht einmal etwas mit dem Begriff anzufangen wissen. Connected Devices geben uns einen Einblick, wie wir in zehn oder 20 Jahren das Internet nutzen. Sie werden in rasender Geschwindigkeit immer stärker ein Teil unseres Alltags. Doch noch fehlen die richtigen Ansätze und Geschäftsmodelle.

Internet of Things

Bislang können erst wenige Deutsche etwas mit dem Begriff Internet of Things anfangen, dies ergab eine Umfrage der Telekom. 88 Prozent der Befragten gaben an, noch nie von dem Begriff "Internet der Dinge" gehört zu haben. Auch die Variante "Industrie 4.0", die insbesondere die Entwicklungen im B2B-Sektor beschreibt, haben 82 Prozent der Befragten zum ersten Mal gehört. Das Überraschende: Selbst diejenigen, die die Begriffe schon einmal gehört hatten, konnten in den meisten Fällen den Begriff nicht korrekt oder gar nicht erklären.

Alarmierende Zahlen wenn man bedenkt, dass im Jahr 2020 mehr als 26 Milliarden Connected Things unseren Alltag beherrschen werden. Glaubt man Experten, liegt die Zahl bis 2035 sogar bereits bei 200 Milliarden vernetzten Gegenständen. Laut Gartner wird das Internet of Things bereits in fünf Jahren über alle Branchen hinweg einen Mehrwert von 1,9 Billionen US-Dollar erzeugen. Bis 2025 liegt das ökonomische Gesamtpotenzial sogar bei bis zu 7 Billionen Euro.

Wie Objekte intelligent werden

Doch was bedeutet das überhaupt – Internet of Things? Das sogenannte IoT bezeichnet Objekte, die über eine IP-Adresse mit dem Internet verbunden sind. So tauschen sie Informationen untereinander aus oder können Daten versenden. Der Begriff wurde bereits 1999 von den Technikpionieren am renommierten MIT (Massachusetts Institute of Technology) geprägt. Die ursprüngliche Vision lag darin, dass Geräte unabhängig vom Menschen in der Lage sein sollen, Informationen zu beschaffen. Die iBusiness definiert als wichtige Erkennunsgmerkmale des Internet of Things drei grundlegende Eigenschaften:

  • Das Gerät enthält Sensoren
  • Das Gerät ist mit dem Internet verbunden
  • Das Gerät erlaubt Interaktion und Fernsteuerbarkeit

Über verschiedenste Sensoren werden Daten aller Art ermittelt. Auf diese Weise wird die Online- mit der Offline-Welt verbunden, sodass ein neues Connected Everywhere-Ökosystem entsteht. Für Verbraucher und User hat diese Entwicklung enorme Vorteile und hält viele Erleichterungen im Alltag bereit. Gerade für das Marketing bietet die disruptive Entwicklung neue Chancen der Zielgruppenansprache, die bislang noch nicht im Ansatz ausgereizt werden.

Herausforderungen für Unternehmen sind gleichzeitig Chancen

Connected Devices sind der nächste große Big Bang. Vernetzte Wäschetrockner, intelligente Sportsocken oder selbstregulierende Thermostate: Im Internet of Things ist bereits vieles möglich, aber noch längst nicht alles. Das Internet, wie wir es bislang kennen, verändert sich gerade in seinen Grundzügen. Bereits heute gibt es Branchen, die das Internet of Things in verschiedenen Ausprägungen für sich nutzen:

  • Automobilbranche: Connected Cars
  • Gesundheitswesen: Fitness-Tracker
  • Versorgungsbranche: Smart Home
  • Logistik: Paketverfolgung und Transportdrohnen
  • Handel: iBeacon
  • Entertainment: Smart TV
  • uvm.

Durch die Vernetzung der Gegenstände sind Konsumenten in ständigem Kontakt mit der Marke und nutzen sie in einem natürlichen Umfeld. Bei guter Umsetzung erhält die Brand dadurch eine enorme Aufwertung. Mehr Daten über den Kunden bedeuten auch ein besseres Verständnis vom Kunden. Unternehmen haben die Chance, Gewohnheiten, Vorlieben und Absichten Ihrer Kunden noch besser analysieren zu können. Im IoT muss Marketing nicht zum Selbstzweck sondern als Service für den User verstanden werden. Nur dann sind Marken erfolgreich. Um ein vollständiges und komplettes Bild zu haben, können hier zusätzlich noch Daten aus sozialen Netzwerken zu Hilfe genommen werden. Die Universität St. Gallen nennt als wichtigste wirtschaftliche Faktoren der Internet of Things-Bewegung die Grenzkostenminimierung, erhöhte User-Integration, bessere Kontaktfrequenz und eine effizientere Datennutzung.

Dies sind bereits erfolgreiche Produkte auf dem Markt:

CubeSensors

CubeSensors können als vielseitige Heimsensoren für besseres Raumklima, erhöhte Schlafqualität und Erinnerungen genutzt werden. Die CubeSensors überwachen mit ihren zahlreichen Sensoren den Wohnraum des Benutzers ständig und melden schädliche Einflüsse. Die kleinen Würfel sind mit Akkus ausgerüstet und schicken ihre Daten per WLAN in die Cloud.

WunderBar

Der WunderBar von relayr ist ein Internet of Things-Gadget für Bastler und gewann erst kürzlich den begehrten CODE_n Award. Der WunderBar ist ein Entwickler-Kit, das die Entwicklung von Apps durch intuitive Ideen erleichtern soll. Das Paket besteht aus einem Hauptmodul und sechs Sensorplatinen. Jedes der Module erfüllt dabei verschiedene Aufgaben und ist mit mehreren Sensoren ausgestattet. Relayr schafft so  eine offene Plattform und Infrastruktur für das Internet of Things und ermöglicht neue Geschäftsmodelle.

Eines der ersten erfolgreichen Projekte mit dem WunderBar ist Insulin Angel, ein Chip der die Lagerung von Insulin-Medikamenten überwacht.

EggMinder

Doch auch weniger komplexe Alltagsprobleme können mit dem IoT behoben werden. Der EggMinder von Quirky zeigt an, wie viele Eier man zuhause noch auf Vorrat hat. Mit nur einem Klick kann der Nutzer mit seinem Smartphone einen Blick in den Kühlschrank werfen, während er im Supermarkt steht. Darüber hinaus verfügt jeder Eiplatzhalter über eine LED, mit der sich man das Alter des Eis feststellen kann.

Amazon Dash Button

Der kürzlich erschienene Dash Button von Amazon erleichtert den Amazon-Kunden die Bestellung häufig benötigter Waren. Die kleinen Gadgets stehen jeweils für einen bestimmten Drogerie- oder Haushaltsartikel, beispielsweise eine Packung Küchenrolle, die mit nur einem Knopfdruck nachbestellt werden kann. 

Fazit

Das Internet der Dinge ist so vielseitig wie das Internet selbst. Das User-Verhalten ändert sich mit der Technologie, die auf dem Markt ist. Gehen sie mit der Zeit und finden Sie das für sich passende IoT-Produkt, das Ihren Kunden echten Mehrwert bietet. Zusammen mit Ihnen starten wir in die Zukunft, entwickeln das passende Konzept und bringen Ihr Internet of Things-Projekt auf den Markt. Legen Sie jetzt los!