20.07.2016

In den USA bietet Amazon mit den Echo-Produkten auf Basis von Alexa bereits Sprachassistenten in Form eines interaktiven Lautsprechers für die Wohnung. Vor allem Zielgruppen, die nur bedingt auf eine Tastatur zugreifen können, wie z.B. Autofahrer, ältere Menschen oder Sehbehinderte, sind wichtige neue Zielgruppen.

Das Mikrofon als Dreh- und Angelpunkt in der Customer Journey

Intelligente Sprachassisten sind in der Lage, Kundenwünsche zu erkennen und sie auch entsprechend zu steuern. Dies bedeutet einen Paradigmenwechsel im aktuellen Technologiezeitalter. Durch Technik-Kooperationen eröffnet sich für Marketeer zur Zeit eine gänzlich neue Palette an Möglichkeiten zur gezielten und direkten Kundenansprache. Ford verknüpft Alexa beispielsweise mit seiner Plattform SYNC. Konsumenten können im Auto mit zuhause verbunden bleiben. Auf Wunsch kann man von unterwegs aus das vergessene Licht im Flur ausschalten, aus der Küche das Auto aufschließen und starten oder Alexa fragen, wo das Auto geparkt ist und ob der Tank noch voll ist.

Machine Learning im heimischen Wohnzimmer

Alexa verarbeitet gezielte Aufgaben, aber hört auch passiv alles, was im Raum gesprochen wird, sofern sie nicht ausgeschaltet wird. So entwickelt das System selbstlernend einen Antwort- und Empfehlungsalgorithmus stetig weiter und optimiert diesen. Das Neue im Vergleich zu früheren Sprachassistenten ist die Erinnerungsfähigkeit. Während früher keine Zusammenhänge zwischen einzelnen Fragen und Aussagen hergestellt werden konnten, ermöglichen die neuen selbstlernenden Technologien einen sinnhaften Bezug unter den eingesprochenen Aussagen des Benutzers.

Der Trend geht weg von einzelnen Apps, hin zu einem Hub, der alle Lieblings-Dienste bündelt und zentral ansteuern kann. So kann Alexa auf Spotify, Uber, Audible, Google, Google Maps, den Kalender und vieles mehr zugreifen. Amazon erschließt mit Alexa enorm wichtige Nutzerdaten der Offline-Welt. In Zukunft erkennen Sprachassistenten die Wünsche von Käufern noch, bevor diese sie selbst kennen. Und die Echo Sprach-Box wird immer beliebter: Die Sprach-Box ist mit mehr als einer Million verkauften Exemplaren im ersten Quartal 2016 derzeit das meistverkaufte Produkt bei Amazon in den USA. Bei Google sieht es ähnlich aus: Seit 2008 sind die bei Voice Search gesprochenen Befehle „Call Mum“, „Call Dad“ oder „Finde den Weg nach Hause“ laut Google Trends um das 35-Fache gestiegen.