23.09.2013

67 Prozent gehen nicht mehr ohne Smartphone aus dem Haus. Zu diesem Ergebnis kommt der “Faktencheck Mobile 2014” des Bundesverband Digitale Wirtschaft auf der diesjährigen dmexco. Die Motive der mobilen Nutzer sind dabei ganz unterschiedlich – genauso unterschiedlich wie die Nutzertypologie. Generation M, Business Performers oder Mobile Native: Unter den Smartphone- und Tablet-Besitzern gibt es verschiedene Mobile-Types.

Fest steht: Mobile Devices haben das Mediennutzungsverhalten grundlegend verändert und sind für viele zum ständigen Begleiter in fast allen Lebensbereichen geworden. Vor allem iPhone-Nutzer machen von ihrem mobilen Endgerät als Einkaufsplattform Gebrauch. Marketer müssen daher diesen Weg der Konsumenten mitgehen, um sich auch bei den mobilen Nutzern mit relevanten Inhalten und Produkten optimal zu platzieren. Mobile Konsumenten interessieren diese Content-Formen am meisten:

 

  • Informationen/News
  • Unterhaltung
  • Produktinformationen

 

Im Folgenden finden Sie sechs Mobile-Nutzertypen, die die “Consumer Connection Study” des Agenturnetzwerks Aegis Media, ermittelt hat. Die Gruppen sind beschrieben nach ihren Nutzungs-Gewohnheiten.

 

Charakterisierung der Mobile-Types

1. Generation M: Diese Generation ist förmlich mit ihrem Smartphone verwachsen. Als Ergänzung nutzen sie gerne das Tablet und surfen parallel zum TV-Konsum auf dem mobilen Endgerät. Die Heavy Mobile User bestehen überwiegend aus Männern bis Ende 30. Ein Zehntel der Erwachsenen zwischen 15 und 64 Jahren zählen zur Generation M. Die Nutzung des Smartphones ist breit gefächert. Von Online-Shopping bis hin zu Second Screen: (Fast) alles wird mobil erledigt. PC und Laptop werden von dieser Gruppe so gut wie gar nicht mehr gebraucht. Darüber hinaus sind sie im Social Web stark vertreten und posten Meinungen oder Aktivitäten in Foren.

2. Convenience Seekers: Die Convenience Seekers gebrauchen ihr Smartphone sehr funktional. Wetter-Apps, Navigation oder die Bahn-App stehen bei diesen Nutzern hoch im Kurs. Das mobile Endgerät managed den Alltag und ist Zugang zu Chats und Sozialen Netzwerken. Komplexe Aktivitäten wie Online-Banking werden allerdings lieber vom stationären PC aus erledigt. 12 Prozent aller Handybesitzer zwischen 15 und 64 Jahren gehören zur Gruppe der Convenience Seekers. Der Frauen- und Männeranteil ist ausgeglichen.

3. Business Performers: Diese Handybesitzer sind informationsgetriebene Nutzer. Die Business Performers sind hauptsächlich männlich und mit sechs Prozent eine eher  kleinere Gruppe der Smartphone-User. Die Zielgruppe im Alter von 20 bis 40 Jahren nutzt ihr Smartphone vor allem unter der Woche aus beruflichen Gründen. E-Mails, Börsenkurs oder Xing gehören zu den beliebtesten Anwendungen der Business Performer. Tablet und Co. werden als Arbeitsgerät verstanden, durch das sich die Produktivität steigern lässt. Durch den hohen Lebensstandard der Nutzer, legen sie viel Wert auf qualitativ hochwertigen Content.

4. Light User: Unter den Light Usern versteht man sowohl Mitläufer als auch Smartphone-Einsteiger. Das große Angebot an Apps verwirrt sie oder sie haben kein Interesse an den zahlreichen Anwendungen. Light User verwenden das Smartphone für klassische Ausführungen wie SMS, Anrufe oder Kameraaufnahmen. Die Gruppe ist relativ groß, denn 23 Prozent der User gehören zu den mobilen Anfängern. Die Altersverteilung ist breit gefächert, jedoch liegt ein Schwerpunkt auf der Generation 40+.

5. Smart Candidates: Nutzer, die (noch) kein Smartphone besitzen, nennt man Smart Candidates. Sie nutzen ein klassisches Handy und sind zwischen 20 und 40 Jahre alt. Auf dem konventionellen Telefon verwenden sie allerdings alle Möglichkeiten, die ihnen geboten werden. Der mobile Internetzugang ist dabei äußerst beliebt. Da die weiteren Online-Funktionen allerdings eingeschränkt nutzbar sind, ist die Online-Erfahrung begrenzt. Der Kauf eines modernen Smartphones steht bei den meisten Smart Candidates an. Dieser Mobile Type ist aktiv und legt am stationären PC Wert auf den Austausch mit Freunden via Facebook und Co. Die Gruppe der Smart Candidates macht 19 Prozent aller Handybesitzer aus.

6. Traditionalist: Diese mobilen Nutzer pflegen Traditionen – auch auf ihrem Handy. Sie erwarten von ihrem mobilen Endgerät nichts anderes außer dass sie damit telefonieren können. Ab und an wird auch eine SMS verschickt. 31 Prozent der Handybesitzer zählen zu den Traditionalisten. Für ein Smartphone sehen sie keine Verwendung und wären von den unzähligen Möglichkeiten überfordert. Online-Käufe tätigen sie selten, da der Kauf im stationären Handel bevorzugt wird. Zu den Traditionalisten zählen vor allem kostenbewusste Frauen ab 40 Jahre.

 

Auf die zielgenaue Ansprache kommt es an

Aufgrund des zeit- und ortsunabhängigen Zugangs zu Informationen spielt die Frage “Wo und wann” innerhalb der Unternehmenskommunikation eine immer wichtigere Rolle. Es wird immer entscheidender zur richtigen Zeit, den passenden Content zu liefern. Der Nutzer steht dabei im Zentrum, so dass er in Echtzeit die Informationen findet, die er gerade benötigt.  Die Einteilung der mobilen Nutzertypen soll hier eine Hilfestellung zur zielgenauen Kundenansprache bieten. Den passenden Content zu spielen und die richtige Tonality zu treffen ist ausschlaggebend für eine erfolgreiche Ansprache der jeweiligen Nutzergruppe.

Die Generation M erwartet von Unternehmen vielschichtige Informationen mit Mehrwert, wohingegen Business Performer auf eine zügige und benutzerfreundliche Abwicklung von Recherche- oder Kaufprozessen Wert legen. Gehört Ihre Zielgruppe zu den Light Usern, sollten Sie die mobile Ansprache eher als zweitrangig betrachten und es auf dem klassischen stationären Weg wie Radio oder TV probieren. Grundsätzlich gilt allerdings, dass eine Zielgruppe in den meisten Fällen nicht nur aus einem Mobile-Typen besteht. In der Regel setzt sich die Zielgruppe aus zwei oder drei Typen zusammen. Die eigenen Nutzer zu kennen ermöglicht erst die große Chance des Mobile Marketings: Nähe zum Kunden schaffen.

 

Mobile is now

Andrew Bosworth, VP Advertising bei Facebook, hat es auf der dmexco 2013 schon verkündet: „Mobile is not the next big thing. It's not the future. It's now." Während der Gesamtwerbemarkt kämpft, wird Online und vor allem Mobile weiterhin wachsen.

BVDW Studie: Deutschlad wird mobil – Geräte-Nutzung from TWT Interactive

 

Deshalb sind Sie am Zug. Damit Ihr Online-Angebot auch für mobile Nutzer attraktiv ist, sollten Sie mobile Anpassungen vornehmen. Optimieren Sie beispielsweise Newsletter für mobile Endgeräte oder stellen Kunden eine App, passend zu Ihrem Online-Shop, zur Verfügung. Immer mehr User gelangen über mobile Endgeräte auf die Website Ihres Unternehmens. Auf einer mobil optimierten Site können interessierte Angebote und Leistungen, offene Stellen oder Produkte nutzerfreundlich durchstöbern. TWT unterstützt Sie bei Ihrem Mobile Marketing und findet mit Ihnen heraus, welchem mobilen Nutzertyp Ihre Zielgruppe angehört. Sprechen Sie uns an.

Weiterführende Informationen zum Thema Mobile, erhalten Sie in unserem Experten-Video:

http://www.youtube.com/watch?v=vxrsoN80YRw