23.07.2019

TWT Redaktionsteam: Manuel, als TWT Teamleiter Data & Analytics bist du nah an vielen Marketing-Verantwortlichen – decken sich deine Erfahrungen mit den Zahlen aus der Kantar-Studie?


Manuel Hammes:
Absolut, viele Unternehmen kommen genau mit dieser Problemstellung auf uns zu. Tatsächlich ist es keine leichte Aufgabe, die Daten aus verschiedenen Quellen und unterschiedlichen Abteilungen im Unternehmen bereit zu stellen, aktuell und valide zu halten und sie für Marketing oder Analysezwecke aufzubereiten. Hinzu kommt, dass die Bewertung der Ergebnisse einige Erfahrung voraussetzt. 

Foto: Manuel Hammes, TWT Teamleiter Data & Analytics

TWT: Wie kann eine Fullservice-Digitalagentur Unternehmen bei diesen Herausforderungen unterstützen?

Manuel: TWT bietet Unternehmen mit dem neuen TWT Dashboard die Möglichkeit, den Erfolg ihrer digitalen Aktivitäten zu messen und verbindet dabei alle Wertschöpfungsstufen des digitalen Geschäftsmodells. Das TWT Dashboard wird nach den Wünschen des Kunden modular konstruiert, um die branchenrelevanten Zusammenhänge, Wechselwirkungen zwischen den einzelnen Geschäftsaktivitäten im Unternehmen und dessen Ziele zu visualisieren. Es funktioniert dann aus verschiedenen Perspektiven, so dass unterschiedliche Stakeholder – vom Marketingleiter bis zum CEO – jederzeit über die für ihn relevanten Informationen verfügen.

TWT: Der Nutzwert eines Dashboards hängt stark mit Qualität, Validität und Aktualität der zugrunde liegenden Daten zusammen. Wie kann diese Basis geschaffen werden?

Manuel: Genauso wichtig wie die Qualität der Daten ist die Frage, welche Informationen für die Stakeholder des Unternehmens relevant sind und wie sie sinnvoll visualisiert werden können. Deshalb ist die Konzeptionsphase von zentraler Bedeutung. Hier werden im Rahmen von Workshops individuelle Parameter für die Erstellung des Dashboards festgelegt. Die Herangehensweise sollte sehr strategisch sein: welche Informationen können miteinander verknüpft werden, um später sinnvolle Erkenntnisse aus den im Dashboard visualisierten Daten zu erlangen? So lassen sich beispielsweise Marketing-Maßnahmen mit Kundenservice-Leistungen gegenüberstellen, um Ressourcenauslastung zu messen und zu planen. Hier wird deutlich: Unternehmensdaten bieten enormes Potential, wenn sie sauber erhoben und in den richtigen Kontext gesetzt werden.

TWT: Aufgrund deiner Erfahrung: aus welchen Unternehmensquellen kommen die Daten für das Dashboard typischerweise?

Manuel: Für die Aggregation der Daten bieten sich verschiedene Quellen im Unternehmen an, beispielsweise Webanalyse-Systeme, Unternehmensdatenbanken wie Warenwirtschafts- und Marketingsysteme, Shopsysteme oder Spendings aus dem klassischen Media-Bereich wie Print oder TV. So können sowohl Daten von digitalen Vorgängen wie Social-Media-Kampagnen erfasst werden oder auch Aufwände aus dem telefonischen Kundensupport. Im laufenden Betrieb ist dann auf die Integrität der Daten zu achten, damit es nicht zu Verzerrungen im Datenbild kommt.

TWT:
Welche Informationen und Erkenntnisse können die Nutzer dann auf dem TWT Dashboard sehen?

Manuel: Wir bauen das TWT Dashboard üblicherweise multiperspektivisch auf – dadurch finden verschiedene Mitarbeiter im Unternehmen die für sie wichtigen Informationen, vom CEO bis zum Marketingverantwortlichen. So werden die teils sehr unterschiedlichen Anforderungen aus verschiedenen Abteilungen erfüllt.

Wir betrachten primär die Prozesse aus den Bereichen Marketing, Vertrieb und After Sales. Bei E-Commerce Unternehmen zählen dazu beispielsweise häufig Zahlen bezüglich Checkout, Fulfillment oder Customer Service. So entstehen Erkenntnisse, etwa zur Korrelation von Media-Kampagnen online oder offline mit dem Kunden- und Kaufverhalten. Im Fokus steht immer die Betrachtung: Wie zahlen die durchgeführten oder geplanten Maßnahmen mittelbar oder unmittelbar auf meine Geschäftsziele ein?

TWT: Manuel, wir danken dir für die spannenden Infos und freuen uns auf das nächste Gespräch!

Foto: Modul “Customer Service” im TWT Dashboard