07.10.2013

Viele Online-Händler sind der Meinung, dass es in ihrem Online-Shop darauf ankommt eine möglichst lange Produktliste anzubieten, um Besucherströme auf den Shop zu lenken. Dies ist ein Irrtum! Wir stellen Ihnen die häufigsten SEO-Fehler vor und geben eine Hilfestellung für Shop-Betreiber.

Suchmaschinenoptimierung (SEO) für Online-Shops ist ein schwieriges Thema und nicht so einfach zu lösen wie für Blogs oder Websites. Das liegt u.a. daran, dass Produkte und die dazugehörenden Produktseiten einem ständigen Wechsel unterliegen. Trotzdem gehört ein professionelles SEO ist für Online-Händler zu den Erfolgsgaranten. Umso erstaunlicher, dass die Big Player im eCommerce sich so manchen SEO-Fehler erlauben.

Onpage-SEO-Fehler

Fehler Nr. 1. Mangelhafte Produkt-Beschreibungen

Ist die Produkt-Beschreibung mangelhaft oder gar überhaupt nicht ausgefüllt, geht die Wahrscheinlichkeit bei Google auf den ersten Suchergebnisseiten aufgefunden zu werden gegen Null. Aber kopieren Sie beim Ausfüllen der Produktbeschreibung auch nie den Text des Herstellers oder den von anderen Online-Shops. Erstellen Sie keinen Duplicate Content sondern Unique Content, denn nur dieser ist suchmaschinenfreundlich und wird von Google hoch eingestuft. Holen Sie sich also Inspiration, aber texten Sie die Beschreibung stets neu und lassen ihre eigene Note mit einfließen. Falls Sie nicht selbst texten wollen, holen Sie sich professionelle Dienstleister ins Boot.

Fehler Nr. 2. Unzulängliche Keyword-Optimierung

Ein gängiger Onpage-Fehler ist eine falsche Keyword-Optimierung. Entweder ist die Seite gar nicht auf ein gewisses Keyword hin optimiert oder das ausgewählte Keyword weist ein zu geringes Suchvolumen auf. Die Folge: Die Seite wird nicht zu passenden und relevanten Suchbegriffen aufgefunden. Beachten Sie zusätzlich zum Suchvolumen des Keywords auch die Conversionsstärke des gewünschten Keywords.

Fehler Nr. 3. Schlechte Performance und lange Ladezeiten

Die Ladezeit wird gerade in Zeiten von steigenden mobilen Zugriffen ein immer wichtigeres Kriterium für Website-Betreiber. Braucht eine Seite zu lange, um ihre Inhalte anzuzeigen, verlassen die Besucher diese schneller als sie sie aufgerufen haben. Javascript, Flash-Elemente und hochauflösende Fotos sorgen u.a. für eine schlechte Performance und sollten aus diesem Grund vermieden werden.

Fehler Nr. 4. Unzureichende visuelle Anreize

Obwohl hochauflösende Bilder vermieden werden sollten, ist das Fehlen von visuellen Reizen ein weitere Onpage-SEO-Fehler. Bilder bieten sowohl dem User als auch der Suchmaschine einen Mehrwert. Achtung: Google kann den Inhalt der Bilder nicht auslesen, so dass die Visuals stets mit einem ALT-Atrribut versehen werden sollten. Das ALT-Attribut beinhaltet an dieser Stelle die wichtigsten Schlüsselwörter zum dargestellten Content. Darüber hinaus sollte der Dateiname des Bildes sprechend sein.

Fehler Nr. 5. Vernachlässigte interne Verlinkung

Ist Ihre interne Verlinkung schlecht aufgestellt, kann der Google Bot nicht alle Seiten Ihres Angebots erfassen. Wichtige Unterseiten werden so in den Suchergebnissen nicht angezeigt. Eine zu tiefe Seitenstruktur oder eine unstrukturierte Navigation wirkt sich ebenfalls negativ auf die Visibilität des Online-Shops aus. Verlinken Sie daher die wichtigsten Produktseiten prominent untereinander und verankern diese nicht zu tief in der Seiten-Struktur.

Fehler Nr. 6. Fehlende URL-Anpassungen

Kryptische und wenig sprechende URLs sind ein weiterer, typischer SEO-Fehler. Die Erstellung von suchmaschinenfreundlichen URLs ist ein wichtiger Aspekt, damit Ihre Nutzer bereits anhand der URL ablesen können, was sie auf der Landingpage erwartet. So erhöhen Sie die Usability schon vor dem Besuch des Users im Shop. Sprechende URLs steigern die Klickrate (CTR) und beeinflussen somit das Ranking positiv.

 

 

Offpage-SEO-Fehler

Bei der Offpage-Suchmachinenoptimierung konzentrieren sich die Fehler hauptsächlich bei der Link-Setzung. Als besonders schwerwiegend werden allzu offensichtlich gekaufte Links angesehen. Dies wird leider immer noch zu häufig von Online-Shops betrieben, da generell Produktseiten seltener verlinkt werden als reichhaltige Content-Seiten.  Seit Googles Penguin-Update hätte sich dies eigentlich herumsprechen müssen, allerdings liegt dieses “Vergehen” immer noch auf dem dritten Platz der typischen Offpage-SEO-Fehler. Auf den Rängen Zwei und Eins liegen laut einer Untersuchung von SEO BOOK „Zu viele Keyword Links“ und „Schlechte Link-Quellen/Linkspam“. Eine gut gepflegte Sitemap hat zusätzlich positiven Einfluss auf die Auffindbarkeit einzelner Seiten und Produkte in Ihrem Online-Shop.

Experten-Tipp: Angaben in der Sitemap

 

  • Führen Sie alle Seiten auf, die in den Index sollen. Vor allem Produktseiten finden hier ihren Platz.
  • Halten Sie in der Sitemap zu jeder URL zusätzlich Bilder und Videos fest.
  • Hinterlegen Sie zu guter Letzt alle Sitempas bei Google und Bing in den entsprechenden Webmaster Tools.

Fazit: Fehler vermeiden und Erfolgschancen verbessern

Jeder Shop-Betreiber ist auf eine gute SEO-Strategie angewiesen. Das ständig wechselnde Sortiment stellt die Betreiber vor Herausforderungen innerhalb der Suchmaschinenoptimierung. Mit dem passenden Know-How lassen sich Online-Shops dauerhaft userfreundlich optimieren. Wir unterstützen Sie gerne bei der Beseitigung und Vorbeugung möglicher SEO-Fehler auf Ihrem Online-Shop. Sprechen Sie uns an.