16.10.2013

Content Marketing gehört auf dem US-amerikanischen Markt bereits zum Marketing-Standard und etabliert sich auch hierzulande, um Neukunden anzusprechen und Bestandskunden zu binden. Viele Marken und Firmen stehen aktuell vor der Herausforderung, Content gezielt und unterhaltsam zu streuen. Wir haben die vier größten Herausforderungen inklusive Handlungsempfehlung zusammengestellt.

Laut einer Untersuchung von Facit Research investiert ein Drittel der befragten Entscheider 2013 einen sechsstelligen Betrag in Content Marketing. Während Big Player wie Coca-Cola Content Marketing mehr als erfolgreich betreiben, trauen sich viele Unternehmen noch nicht, den Berg namens “Content” zu erklimmen.

Content Marketing bedeutet nicht einfach nur Inhalte zu produzieren, um mehr Inhalte zu haben. Es bedeutet, sich die Gunst der Leserschaft durch gewisse Regeln zu erarbeiten. Wie in jeder Disziplin hält auch das Content Marketing diverse Stolpersteine bereit, die es zu umschiffen gilt. Die folgenden Herausforderungen warten auf Sie:

 

1. Relevanten Content erstellen

Content Marketing wird nie zum Selbstzweck betrieben. Die Inhalte müssen mit Leistungen, Produkten bzw. Geschäftszielen verknüpft sein und darüber hinaus das Interesse des Kunden wecken. Achten Sie darauf, dass Ihr Content stets mit einem konkreten Produkt oder Ihrer Marke verbunden wird. Stellen Sie sich daher folgende Frage: Wer ist meine Zielgruppe? Identifizieren Sie die Themen, mit denen sich Ihre Zielgruppe beschäftigt. Themencluster, konkrete Praxistipps oder Lösungen bereichern nicht nur Ihre Inhalte, sondern auch den Alltag der Nutzer.

 

2. Genügend Zeit nehmen

Viele Unternehmen begehen noch den Fehler zu wenig Zeit für die Entwicklung einer Content Strategie aufzuwenden. Überstürzt sinnfreie Inhalte zu streuen, schadet mehr, als dass es nützt. Optimieren Sie Ihren Content nicht nur auf Suchmaschinen, sondern vor allem auf die Menschen, die ihn lesen sollen. Unique Content wird schon seit langem von Google belohnt. Content-Produktion und -Veröffentlichung sind neue Felder, die Nachhaltigkeit fordern. Professionelle Dienstleister wie Agenturen und SEO-Abteilungen bieten hier Hilfestellungen.

 

3. Ergebnisse messen

Worst Case: Ihr Content ist entwickelt und publiziert, wird aber nicht getrackt. Dabei ist Content nicht nur King, ROI ist seine Queen. Key-Metriken fallen im Produktions-Prozess zu oft unter den Tisch. Die KPIs werden allzu oft erst nach der Kampagne festgelegt oder gar nicht mehr ermittelt. Dabei erfahren Sie anhand der Page Impressions, Visits, Likes etc. erst, wen Sie mit Ihrem Content erreicht haben. Die reinen Ergebnisse sind allerdings nicht gleichzusetzen mit einem Erfolg. Hier muss beispielsweise der generierte Umsatz betrachtet werden.

 

4. Symbiose zwischen Content und PR

Unternehmenseigene Kanäle bieten sich als erstes an, wenn man Content Marketing betreiben möchte. Der eigene Twitter-Kanal, die Fan-Page oder der klassische Web-Auftritt wollen erstmal befüllt werden und benötigen ausreichend Ressourcen. Der Königsweg ist das Zusammenspiel zwischen Content und PR. Um auch Kunden abzuholen, bei denen Ihre Website nicht im “Relevant Set” liegt, bieten sich Gastbeiträge auf Blogs und anderen passenden Medien an. Persönliche Empfehlungen von relevanten Bloggern zahlen in hohem Maße auf Ihr Image-Konto ein.

Fazit: Erst planen, dann produzieren

Bevor Sie auf Content Marketing setzen, sollten Sie eine fundierte Strategie planen. Legen Sie Ziele bezüglich Postingfrequenz, Thematik und Kanalauftritte fest. Nur so erzielen Sie mehr Sichtbarkeit bei Ihren Kunden. Durch eine durchdachte Ansprache erzielen Sie Vertrauen. Eine für Sie erstellte Content Marketing-Strategie berücksichtigt Ihre Unternehmenskultur und plant individuelle Ressourcen ein.