08.07.2014

Das Messen der aktiven Zeit, die Internetnutzer auf einer Website verbringen, sagt noch nichts über die Wahrnehmung der Besucher aus. Wie weit scrollt der User auf der Website herunter? Werden alle Inhalte komplett aufgenommen? Oder “überfliegen” die Nutzer die Seite lediglich? Um Antworten auf diese Fragen zu erhalten, wird die Scrolltiefe analysiert. Wie das Feature funktioniert und mit welchem Tool Sie am besten arbeiten, lesen Sie im Folgenden.

Die Besuchsdauer zu tracken ist schon seit jeher fester Bestandteil in der Web Analyse. So wird die Verweildauer eines Users auf Websites ausgewertet. Wirklich interessant zu wissen ist, wie lange der Besucher aktiv auf der Seite unterwegs war. Bis wohin interessiert sich der User für die Seite oder den Beitrag und wie viel des Contents sieht er? Hier greift die Messung der Scrolltiefe.

Die Scrolltiefe sagt aus, wie weit ein User auf einer Website oder einem Online-Shop herunter scrollt. Die Tiefe des Scrollens wird dabei in Prozent gemessen. Dazu werden 5-Prozentschritte berücksichtigt, sodass sich eine Unterteilung wie folgt ergibt:

 

  • 10 Prozent
  • 25 Prozent
  • 50 Prozent
  • 75 Prozent
  • 100 Prozent

Die 100 Prozent bedeutet in diesem Fall, dass der User bis zum Schluss der Seite gescrollt und die Inhalte somit wahrgenommen hat. Zusätzlich wird die Zeit bzw. Geschwindigkeit des Scrollens gemessen, um die Wahrnehmung des Nutzers besser einschätzen zu können. Schließlich kann es sein, dass ein Nutzer lediglich schnell die Seite bis zum Ende scrollt, ohne sich dabei wirklich die Zeit genommen hat, Inhalte zu lesen und aufzunehmen. Mit Google Analytics, der erweiterten Version Universal Analytics und auch in Kombination mit dem Google Tag Manager lässt sich die Scrolltiefe auf Websites messen. Die Messwerte finden sich zur Ansicht im Dashboard wieder, wie in der folgenden Beispiel-Ansicht.

Mit der Analyse der Scrolltiefe kann die Qualität des Website-Inhalts gesteigert werden. Erfolge und Seiten mit einer starken Besuchertiefe lassen sich direkt auswerten. Aber auch Unterseiten mit einer niedrigen Scrolltiefe werden aufgedeckt und können gezielt optimiert werden.

 

Best Practice: Scroll-Tracking mit jQuery und Google Analytics

Website-Betreiber benötigen zum Scroll-Tracking die JavaScript-Bibliothek jQuery (v1.7+) in Kombination mit einem Web Analytics-Tool wie Google Analytics. Des Weiteren ist das Laden eines ganz bestimmten Plug-Ins bei Seitenaufrufen notwendig, nachdem das Google Analytics Tracklet aufgerufen wurde. Das Plug-In können Sie auf der folgenden Seite herunter laden: scrolldepth.parsnip.io. Beim Einbau des Plug-Ins unterstützen wir Sie gerne.