06.11.2012

Jeder macht es. Jeder kann es. Was also soll am Social Media Marketing so schwer sein? Doch so einfach wie es klingt ist es nicht. Der Einsatz von Social Media unterliegt einigen Geboten aber auch Verboten, die Unternehmen beachten sollten, wenn sie im Social Web erfolgreich sein wollen. Ob Facebook, Twitter oder Google+: Aktivitäten und Reaktionen auf Kundenfeedback müssen zeitnah und spontan erfolgen. Um dabei nicht ins Fettnäpfchen zu treten, haben wir für Sie die 7 größten Social Media Fehler zusammengestellt und sagen Ihnen, wie Sie diese vermeiden können.

1. Unterdrücken Sie nie die Meinung der User

Einer der größten Fehler, die Seitenbetreiber begehen können ist das Löschen von negativen Kundenkommentaren. Solange es nicht zu beleidigenden Äußerungen kommt, sollten Sie das Vorgehen gegen Kundenstimmen vermeiden. Es wirkt unecht, wenn auf Fanpages ausschließlich wohlwollende und lobende Kommentare zu lesen sind. Und Sie wollen ja schließlich nicht den Eindruck eines Fake-Accounts erwecken, oder? Reagieren Sie zeitnah auf Kritik und gehen z.B. mit weiteren Produktempfehlungen oder der Hilfe durch einen Kundensupport auf die User ein.

2. Hören Sie zu

Sie meinen das Geplauder bei Twitter und Facebook sei nicht ernst zu nehmen und sagt nichts über Ihr Unternehmen aus? Dies anzunehmen ist ein schwerer Fehler. Hören Sie Ihren Followern und Fans zu und scannen Sie die Kundenmeinungen zu Ihren Produkten und Dienstleistungen im Netz. Nur so können Sie erfahren, wie Ihre Kunden denken und auf Wünsche und Anregungen der Online-Zielgruppen eingehen.

3. Unbedachte Äußerungen verbreiten sich wie ein Lauffeuer

Barack Obama weiß aus erster Hand, dass schnell daher gesagte Statements blitzschnell im Web 2.0 landen. In einem Interview äußerte er sich negativ über den Rapper Kanye West. Die Reporterin twitterte diesen Kommentar umgehend. Auch nachdem der Tweet wieder gelöscht war, verbreitete sich Obamas „Lästerei” wie ein Lauffeuer. Achten Sie daher immer darauf, was sie sagen. Denn das Internet vergisst nichts und ein Shit-Storm ist in sozialen Netzwerken schnell ausgelöst.

4. Verknüpfen Sie Ihre Kanäle

Die meisten Unternehmen sind mittlerweile auf verschiedensten Plattformen vertreten. Leider werden diese oft noch nicht intelligent miteinander verzahnt. Dabei kann das Fotoalbum der neuen Produktlinie auf Facebook eine sehr gute Ergänzung auf dem Pinterest Board sein. Über einen Tweet lässt sich die Follower-Gemeinde auf die neuen Produktbilder aufmerksam machen. So entsteht ein einheitliches Brand-Image.

5. Das Social Web dürfte kein Problem für meine Mitarbeiter sein

Immer noch gehen zu viele Firmen davon aus, dass man keine besonderen Richtlinien in sozialen Netzwerken benötigt. Doch dies ist falsch. Nicht alle Mitarbeiter sollten munter bei Facebook & Co. drauf los schreiben und Meldungen zu Ihrem Betrieb verbreiten. Verfassen Sie eine Social Media Guideline, der Ihren Mitarbeitern eine Richtlinie zum richtigen Verhalten im Social Web an die Hand gibt. Die Steuerung der Kanäle sollte von der Unternehmenskommunikation unter Einbezug von Marketing, Vertrieb und Personal übernommen werden.

6. Beweisen Sie Ausdauer

Erwarten Sie nicht unmittelbar zu viel von ihren Social Media Auftritten. Eine eigene Community aufzubauen, erfordert Zeit, Geduld und gute Einfälle. Nur so gewinnen Sie das Vertrauen Ihrer Kunden.

7. Auf der Plattform werden nur Werbebotschaften gepostet

Wie bei Ihren anderen Marketing-Kampagnen, sollten Nutzer auf der Twitter-, Facebook- oder Google+-Präsenz Mehrwerte erhalten. Wenn Sie nur Werbebotschaften streuen, wird sich Ihr User schnell langweilen, da er auf dem jeweiligen Kanal nichts Neues erfährt und auch nicht zur Interaktion animiert wird. Legen Sie daher ein Social Media-Konzept fest, mit Zielen und einer Posting-Strategie.