15.05.2015

Eine gute Website ist eine Mischung aus markengerechtem Design und optimaler Usability. Die Website ist oftmals der erste Kontakt zum Kunden und somit für den Unternehmenserfolg enorm wichtig. Der Joy of Use muss für den Nutzer sowohl in der mobilen Situation als auch am Desktop stets gegeben sein. Wir zeigen, warum Ihre Website mehr als nur schön sein sollte.

Kundenansprache

Brand-Kunden lieben Eye Candy. Sie bevorzugen hochauflösendes Bildmaterial für Retina-Displays. Doch große Bilder verursachen meist enorme Ladezeiten. Dies geht insbesondere für Mobilnutzer oftmals auf Kosten der Performance-Leistung. Wer eine schlechte Nutzererfahrung auf einer Website macht, wird dies negativ mit der Marke assoziieren. Es gilt: Je positiver ein User eine Unternehmens-Website im Gedächtnis behält, desto besser behält er auch das Unternehmen an sich als positiv im Hinterkopf. Bieten Sie Ihrem Kunden also die beste Usability auf Ihrer Website, um sich nachhaltig in seinem Kopf zu verankern.

Was bedeutet Usability?

Die Usability bewertet, wie einfach ein Objekt oder ein Service genutzt werden kann. Sie ist also ein Maß für die erlebte Nutzungsqualität bei der Interaktion mit einer App oder einer Website, die einen großen Einfluss auf die User Experience hat.

Die 4 Aspekte guter Website-Usability sind:

     

  • Erlernbarkeit
  • Einprägsamkeit
  • Effizienz
  • Zufriedenheit
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Denken Sie aus Nutzersicht

Grundlage für eine gute Usability ist ein fundiertes Website-Konzept, das bereits vor einem Relaunch, alle Hürden und Stolpersteine evaluiert. Fragen Sie sich nicht, was Sie dem User zeigen oder erzählen möchten, sondern beachten Sie die Wünsche und Fragen Ihrer Kunden. Nur wer relevante Ergebnisse erhält, kehrt gerne zu Ihnen zurück. Dafür ist es wichtig, seine Nutzer zu kennen und durch Analysen im Vorfeld herauszufinden, ob die Zielgruppe eher mobil, stationär oder von verschiedenen Devices auf die Website zugreift. Entsprechend kann Ihr Internetauftritt dann auf die Zielgruppe zugeschnitten werden.

5 Tipps für Ihre Usability-Optimierung

     

  • Achten Sie auf die Ladezeiten

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Eine schnelle Ladezeit ist für Ihre Website ein essentielles Erfolgskriterium und wird oft unterschätzt. User haben im Durchschnitt eine Geduld von vier Sekunden. Wenn die Website nicht schnell aufgerufen wird, wechseln sie zur Konkurrenz und bleiben dort mit hoher Wahrscheinlichkeit Stammgast. Der beste Online-Shop der Welt hilft Ihnen also nichts, wenn der User ihn nicht zu sehen kriegt. Die Ladegeschwindigkeit einer Website kann vom Setup Ihres Webservers, der Netzwerk-Qualität, dem Standort des Servers oder der Programmierung und Gestaltung der Website abhängig sein. Insbesondere große Bild-Dateien oder die Verwendung von JavaScript kann sich negativ auf Ihre Ladezeiten auswirken.

     

  • Kümmern Sie sich um die Navigation und Suche
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Die Navigation ist der Dreh- und Angelpunkt Ihrer Website. Sie sollte logisch strukturiert und leicht verständlich sein. Ein User muss zu jeder Zeit wissen, wie er auf eine Seite gekommen ist und was ihn dort erwartet . Das Nutzungsverhalten im Internet hat sich durch Google entscheidend verändert. Die Suche dient in vielen Fällen als Navigation, insbesondere bei umfangreichen Online-Shops und Websites mit viel Content. Nutzer verlangen nach einer modernen Suchlösung, die relevante Treffer liefert. Suchen und Finden prägt unsere Bewegung im Internet. Einige Unternehmen setzen mittlerweile bereits auf ein Search Centric-Webdesign. Die Suche steht dabei im Mittelpunkt und die Navigation gerät in den Hintergrund.

     

  • Planen Sie Ihr Formular-Design
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Ein oftmals stiefmütterlich behandelter, aber enorm wichtiger Aspekt, ist ein gut konzipiertes Formulardesign. Fehlerhafte Formulare sind aus Nutzersicht der Supergau. Eine Fehlermeldung zu erhalten, ohne zu wissen, an welcher Stelle im Formular sich der Fehler befindet, ist für Nutzer ein Grund, das nächste Mal den Einkauf oder die Information bei der Konkurrenz einzuholen.

     

  • Optimieren Sie für Mobile User
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Am 21. April änderte Google seinen Algorithmus für mobile Suchanfragen und macht die Mobilfreundlichkeit von Websites ab sofort zu einem relevanten Ranking-Kriterium. Mit dem Update stellt Google die mobile Suche als neuen Qualitätsfaktor für Suchanfragen via Phablet und Smartphone in den Fokus. Ein gutes Ranking bei Google ist wichtig, doch auch die Zufriedenheit beim User zählt. Wer in der mobilen Nutzungssituation schlecht lesbare Textwüsten erhält, wird nicht lange auf der Website verweilen. Für viele Unternehmen und Marken-Websites ist Responsive Design eine sehr gute Option, da das Layout sowohl für die mobile Nutzungssituation als auch am Tablet und dem PC passend zugeschnitten ist. Dennoch gibt es Firmen, deren Kunden fast ausschließlich vom Smartphone oder aber dem Desktop-PC aus zugreifen. Hier bieten sich individuelle Lösungen und ein genau zugeschnittenes Konzept an.

     

  • Vermeiden Sie Tooltips
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Tooltips sind kleine Pop-up-Fenster auf Websites, die eine ergänzende Beschreibung zu einem Element der grafischen Benutzungsoberfläche anzeigen. Generell gilt: Je mehr Tooltips eine Website enthält, desto schlechter ist die Usability. Wenn der User unzählige Erklärungen für die Nutzung einer Seite lesen muss, wird er mit hoher Wahrscheinlichkeit schnell abwandern und einen Anbieter wählen, der ihm eine einfach bedienbare und vielfältige Markenwelt bietet.  In einigen Fällen lassen sich Tooltips natürlich nicht vermeiden und erfüllen ihren Zweck. Versuchen Sie dennoch, dieses Element auf Ihrer Website oder im Shop sparsam einzusetzen.

Best Practice: Henkel Reinigungs-Experten

Die neue Website von Henkel Reiniger wurde von TWT explizit für die mobile Nutzungssituation konzipiert. Nutzer werden die Seite primär aufrufen, um gezielt nach bestimmten Produktinformationen zu suchen, was in der Regel vom Smartphone aus im Ladengeschäft passiert. Die Website hilft dem Kunden also in einer konkreten Situation am Point of Sale, in der er relevante Informationen benötigt.

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Hierfür dient insbesondere das mobiloptimierte Experten-Tool als hilfreiches Feature. Der User kann sein Putz-Problem in das Tool eingeben und die passenden Problemlöser aus dem Henkel Reiniger-Portfolio finden – und das auch direkt vom Supermarkt-Regal aus. Der Nutzer kann die Produkte Step by Step nach bestimmten Kriterien filtern und so das für ihn optimale Reinigungsprodukt entdecken. Die einzelnen Produkte können mit nur einen Klick direkt im Amazon-Shop bestellt werden. Diese digitale Verlängerung bietet dem User eine optimale Usability und kürzeste Einkaufswege.

Usability-Tests sind wichtig

Usability-Tests werten die Interaktion mit einer Website aus und geben einen guten Überblick für Optimierungsbedarf. Im Idealfall werden hierbei die Nutzer der entsprechenden Zielgruppe direkt einbezogen. Sie bekommen Aufgaben, die für die Erstnutzung einer Website typisch sind. Die Testpersonen werden dabei von einem Versuchsleiter oder der entsprechenden Software beobachtet.

Vor allem über Eye Tracking kann erfasst werden, in welchen Bereichen die Aufmerksamkeit des Nutzers verstärkt liegt. Eye Tracking kann folgende Fragestellungen im Usability-Testverfahren beantworten:

     

  • Wie ist die Aufmerksamkeit der Nutzer über die Webseite verteilt?
  • Werden die wichtigen Informationen gefunden?
  • Welche Links werden genutzt?
  • Wohin schauen die Nutzer zuerst?
  • Welche Elemente stören die visuelle Aufmerksamkeit?
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Fazit

Für Unternehmen ist die Kombination aus einer ansprechenden und funktionabelen Website das A und O. Gute Usability wird also nicht nur anhand einer optisch schönen Website gemessen. Die Herausforderung liegt in einem stimmigen und funktionierenden Gesamtkonzept, um die Bedürfnisse des Users optimal abzudecken. Wenn auch Sie Support bei der Planung und Optimierung Ihrer Website benötigen, sprechen Sie uns an. Wir unterstützen Sie!