25.08.2021

Um in Zeiten der Digitalisierung neue Ideen und Geschäftsmodelle effizient umzusetzen, benötigen Unternehmen schnellen Zugriff auf geräteunabhängige IT-Plattformen, auf der die Daten idealerweise in Echtzeit synchronisiert werden. Genau diese Ressourcen bietet “die Cloud” als Dienstleistung. Eine Cloud ist dabei im Grunde nichts anderes als ein über das Internet erreichbares Rechenzentrum, über das Datenspeicher, Server und bestimmte Anwendungen zur Verfügung gestellt werden. Viele Cloud-Anbieter verfahren dabei nach einem sogenannten “pay-as-you-go”-Modell, was Cloud Computing vergleichsweise günstig macht.  Welches Cloudmodell sich am besten eignet, hängt von den jeweiligen Unternehmens-Anforderungen ab. Den Trend zur Multi-Cloud haben wir bereits näher beleuchtet. Das ist aber natürlich nicht die einzige Option.

Public vs. Private Cloud 

 

Public Clouds: 

Wie der Name erahnen lässt, ist eine Public Cloud für mehrere Organisationen zugänglich, insofern dass Unternehmen zwar eigene Zugänge haben, sich jedoch Hardware, Software, Rechenleistung, Online-Büroanwendungen, Speicherplatz und mehr mit anderen Organisationen (sog. “Cloudmandanten”) teilen. Sie mieten quasi einen Teil einer öffentlichen Cloud-Infrastruktur. Public Cloud-Leistungen werden jeweils von externen Anbietern zur Verfügung gestellt und verwaltet (Infrastructure-as-a-Service). Amazon Web Services (AWS), Microsoft AZURE und Google Cloud Platform gehören zu den bekanntesten Anbietern. 

Public Clouds sind aus gutem Grund die häufigste Art des Cloud Computings, denn die Auswahl an Anbietern wächst stetig und die Kosten sind vergleichsweise niedrig. Nicht nur, weil in der Regel nur die wirklich in Anspruch genommenen Leistungen abgerechnet werden (“pay-as-you-go”), sondern auch, weil die Betriebs- und Wartungskosten beim Cloud-Anbieter liegen. Unternehmen müssen so nicht in zusätzliche Server, Hardware oder IT-Personal investieren und die Cloud lässt sich in der Regel flexibel an die jeweiligen Bedarfe anpassen und skalieren. Nachteile der Public Cloud bestehen vor allem im Bereich Compliance und Sicherheit. Das gilt zumindest für Unternehmen, die strenge behördliche Standards einhalten müssen, da die Mehrmandantenfähigkeit einer öffentlichen Cloud immer mit einem geringen Restrisiko von Datenverlusten verbunden ist und auch der Datenspeicherungsort im Sinne der DSGVO ein Problem darstellen kann. Obwohl die meisten Cloud-Anbieter höchste Sicherheitsstandards gewährleisten, ist das für einige Unternehmen nicht ausreichend. 

Private Clouds:

Anders als bei einer Public Cloud stehen die Ressourcen einer Private Cloud nicht der Allgemeinheit zur Verfügung, da diese auf privaten Servern läuft und nur von einer Organisation genutzt wird. Eine Private Cloud kann beispielsweise im unternehmenseigenen Rechenzentrum oder von bestimmten externen Clouddiensten gehostet und betreut werden – ein Service, den auch TWT anbietet. Die Cloud-Infrastruktur, Dienste und Netzwerkkapazitäten können außerdem noch individueller skaliert werden, da diese nicht den Einschränkungen einer Public Cloud unterworfen sind. 

Der größte Vorteil gegenüber einer Public Cloud besteht in der enorm hohen Sicherheit, die Private Clouds bieten. Daher werden diese häufig von großen Organisationen mit geschäftskritischen Vorgängen genutzt, zum Beispiel von Finanzinstituten, Behörden oder Medical-App-Herstellern, wie z. B. TWT Digital Health.  Der Kostenfaktor schlägt dafür allerdings zu Buche: Private Cloud-Umgebungen bringen einen höheren Verwaltungs- und Wartungsaufwand mit sich, da in der Regel die unternehmenseigene IT-Abteilung für diese Aufgaben zuständig ist – es sei denn, dieser Prozess kann ausgelagert werden. Aus dem gleichen Grund sind Private Clouds, sobald einmal aufgesetzt, auch nicht so schnell anpassbar, sollten sich Ihre Anforderung eines Tages ändern.  

Hybrid Clouds: Die ideale Lösung?

Immer mehr Unternehmen entscheiden sich für einen Mittelweg: Die sogenannte Hybrid Cloud. Diese ist (wie der Name schon sagt) eine Mischform aus Public und Private Cloud. Teilweise befinden sich also Daten (z. B. solche, die datenschutzrelevant sind) auf unternehmenseigenen Servern und teilweise auf öffentlichen Servern eines Public-Cloud-Anbieters. Die Möglichkeiten, eine Hybrid Cloud aufzubauen sind vielfältig: Unternehmen können beispielsweise Office-Anwendungen in der Cloud verwenden, eigene Dateien aber weiterhin lokal abspeichern. 

Einfach öffentliche und private Systeme parallel laufen zu lassen macht jedoch noch keine Hybrid Cloud aus. Um eine solche zu implementieren, muss immer auch sichergestellt werden, dass beide Systeme (also privat und öffentlich) nahtlos miteinander arbeiten – entweder über eine Management Software oder mindestens eine API.

Die Vorteile einer Hybrid Cloud liegen darin, dass sie die Vorteile der Public Cloud mit denen einer Private Cloud vereint: Sie ist sehr gut skalierbar, bietet Unternehmen ein hohes Maß an Datenhoheit und kostet nicht so viel wie eine private Cloud-Umgebung – wenn auch deutlich mehr als die öffentliche Variante. Das wiederum geht in Teilen zu Lasten der Sicherheit, die nicht vergleichbar mit der einen reinen Private Cloud ist. 

Unternehmen, die eine Hybrid Cloud nutzen möchten, müssen daher im Vorfeld definieren, welche Daten auf keinen Fall im öffentlichen Teil der Cloud gespeichert werden dürfen und entsprechende Strukturen etablieren, um das sicherzustellen. Sonst verfehlt eine Hybrid Cloud ihren Zweck. 

Wir beraten Sie natürlich sehr gern zu allen Themen und Fragen rund um “die Cloud”, egal ob Public, Private oder Hybrid. Um Kontakt mit unseren Expert*innen aufzunehmen, klicken Sie einfach hier.