13.06.2019

Mehr als 200 Interessierte und Experten aus dem Digitalen Marketing haben sich in Vorträgen zu verschiedenen Themen anregen lassen. Wir fassen die wichtigsten Kernaussagen zusammen:

Das intelligente Postfach und verifizierte Mails

Im Schnitt erhält jeder Deutsche 40 Mails pro Tag. In dieser Mail-Flut ist es hilfreich, für mehr Ordnung intelligente Systeme einzusetzen: ein intelligentes Postfach sortiert von Maschinen erstellte Mails in unterschiedliche Kategorien – etwa Social Media, Unterhaltung, News, Shopping oder Verträge. Voraussetzung: Zustimmung des Nutzers. Der Anwender erhält mehr Überblick über die eingehenden Mails.

Nun ist die Mail einer Kategorie zugeordnet. Doch längst bedeutet dies nicht, dass der Nutzer sie öffnet. Aufgrund zahlreicher Filter erreichen standardisierte E-Mails nicht immer den Empfänger. Für Unternehmen ist es daher ratsam, Mails durch eine mehrstufige Echtheits-/ Integritätsprüfung zu verifizieren, etwa mit trustedDialog. Diese werden dauerhaft, direkt und mit allen Inhalten im Posteingang zugestellt. Zudem verändert es auch den Umgang mit der Mail seitens der Empfänger: Newsletter mit E-Mail-Siegel und Markenlogo erhalten mehr Aufmerksamkeit und wirken eher aktivierend.

Automatisierung gut und schön, aber wo bleibt die Inspiration?

In einem Vortrag hat das Handelsunternehmen Otto Einblicke in seine E-Mail-Marketing-Strategie gegeben. Bei Otto ist E-Mail-Marketing nach Suchmaschinenmarketing umsatzseitig der zweitwichtigste Online Marketing Kanal. Der Händler hat sich dabei auf Automatisierung konzentriert und festgestellt, dass durch Triggermails der Umsatz seit 2016 um durchschnittlich 23 Prozent angestiegen ist.

Dennoch spielt der Newsletter weiterhin eine wichtige Rolle und macht 70 Prozent des Umsatzes aus (Tendenz eher rückläufig), Triggered-Mails 30 Prozent. Auch automatisierte Mails konnten den Rückgang nicht ausgleichen, den der Newsletter Umsatz ausmacht. Daher hat Otto aus einer Kundenbefragung konkrete Handlungsempfehlungen zur Optimierung des Newsletters abgeleitet.

Tipps für Ihr E-Mail-Marketing

Die Ergebnisse:

  • Qualität geht vor Quantität: Es geht vielmehr darum hochwertige Inhalte zu liefern als permanent Mails zu versenden.
  • knackige Betreffzeilen: Lange Betreffzeilen werden nicht immer gelesen, nur gescannt.
  • technische Details bedenken: Die Betreffzeile ist der Schlüssel zur Öffnung der Mails, genauso wichtig sind aber auch Absender und First-View.
  • Schriftgröße anpassen: Öffnet der Empfänger Ihre Mail, sollte diese auch vom Smartphone lesbar sein.
  • klarer thematischer Fokus: Zu viele verschiedene Themen führen dazu, dass der Leser den Mehrwert nicht erkennt und sich abmeldet.

Die Metamorphose der Daten in Gefühle

In vielen Diskussionsrunden kam ein Thema immer besonders zum Vorschein: Denken Sie aus Kundensicht und verankern Sie diese im Unternehmen. Beispielsweise können Sie durch (Echtzeit-)Daten mit maschinellem Lernen Relevanz schaffen. Dadurch erkennen Sie auch Schmerzpunkte und können die Touchpoints optimieren. Es geht schließlich immer darum, die Reise des Kunden mit Ihrer Marke zu einem unvergesslichem Gefühl zu machen.

Dafür genügt Response allein nicht! Kennen Sie Ihre Zielgruppe und bleiben Sie an ihr dran. Das bedeutet: Fassen Sie nach, erstellen Sie individuelle und relevante E-Mail-Reminder. Dies erzeugt mehr Aufmerksamkeit, erhöht den Sales Impact und führt zu mehr Erfolg für ihr Unternehmen.

Fazit

Auch wenn automatisch erstellte Mails Arbeit minimieren und sehr praktisch sind, genügt das nicht, um den Kunden ein besonderes Nutzererlebnis zu bieten. Wecken sie seinen Bedarf nach Ihren Produkten mit inspirierenden Inhalten.