07.09.2018

Der Amazon Prime Day 2018 war die bisher größte Shopping-Veranstaltung des Unternehmens. Mehr als 100 Millionen Produkte wurden online gekauft. Unterhaltungselektronik ist für die Mehrheit der Online-Schnäppchenjäger von höchster Priorität. Die 4K Ultra HD Fire TV-Edition von Toshiba gehörte zu den meistverkauften TV-Angeboten in der Geschichte von Amazon. Doch nicht nur der Amazon Prime Day war ein voller Erfolg – auch Konkurrenten wie Best Buy, Walmart und Target boten ihre eigenen wettbewerbsfähigen Angebote an, um ihr Stück vom E-Commerce-Kuchen “Black Friday im Juli” zu bekommen. 
Wie haben sich im Vergleich dazu die stationären Shops entwickelt? Welche Maßnahmen wurden hinsichtlich des E-Commerce Booms getroffen? Dies hat Gravy Analytics, ein Location Intelligence Anbieter, analysiert. 

Gravy Analytics verwendete Standortdaten, um Besuche von Konsumenten bei 1.400 Einzelhandelsketten für zwei Wochen vor und nach dem Prime Day 2018 zu messen. Diese Daten wurden mit den Erhebungen von 2017 verglichen. Diese Art von Daten geben Aufschluss darüber, wo Menschen hingehen und was sie dort machen. Für Marken sind dies wertvolle Informationen über das Verbraucherverhalten. Planungen, Prognosen und die Durchführung von Maßnahmen werden durch die Datenanalyse unterstützt. Die “Prime Day Foot Traffic Analysis” ergibt, dass der stationäre Einkauf insbesondere für die Bereiche Unterhaltungselektronik und Kosmetik lebendig ist. Beim Prime Day konnten Käufer bei Elektronik und Home Entertainment deutlich sparen - doch High-End-Konsumenten bevorzugen bei Elektronik die persönliche Beratung. Der In-Store-Betrieb in dieser Kategorie stieg um fünf Prozent gegenüber den durchschnittlichen täglichen In-Store-Besuchen. Warum ist das so?

Für diese Art des Kaufes wollen die Menschen das Produkt sehen und erleben. So können sie sich besser vorstellen, wie es in ihrem Wohnzimmer aussieht. Dieses Erlebnis fehlt bei einem Klick auf den Bestellen-Button. 

Die Ergebnisse von Gravy Analytics spiegeln wider, dass der Prime Day besonders Deal-Suchende anspricht. Für den stationären Handel ist es schwierig, nur auf Basis des Preises zu konkurrieren. Der Fußverkehr zu Discountern und Großhändlern wie Target ging am Amazon Prime Day ebenfalls zurück, trotz der Bemühungen, mehr Verbraucher für den Besuch am Point of Sale zu gewinnen. Doch welche Maßnahmen können Händlern dann helfen, Umsatzeinbußen entgegenwirken? 

Einkaufserlebnisse kreieren 

Ob Showroom, ein umfassendes Soundsystem oder eine Instore-Installation von Elektronik: Kunden wollen das Produkt selbst erleben und ausprobieren. Händler sollten ein Einkaufserlebnis für Kunden schaffen.

Konkurrieren Sie nicht mit dem Preis

Eine wettbewerbsfähige Preisgestaltung ist unerlässlich, aber der Einzelhandel sollte auch die Möglichkeit ergreifen, sich durch Dienstleistungen zu differenzieren. Fachlich kompetente Verkaufsmitarbeiter, In-Store-Events oder In-Home-Installationsservices sind Gründe, warum Kunden sich für einen Besuch im Shop interessieren, anstatt zur Online-Konkurrenz zu wechseln. 

Lernen Sie Ihre Kunden besser kennen – durch Standortdaten

Konsumenten haben unterschiedliche  Motivationen für ihre Einkäufe. Die eine Zielgruppe ist auf der Suche nach Deals, eine andere Gruppe sucht mehr Beratung und ist gar nicht so affin für Prime-Day-Angebote. Standortbezogene Erkenntnisse helfen Einzelhändlern, ihre wertvollsten Kunden besser zu verstehen und erhalten zum Beispiel wertvolle Informationen über Betriebszeiten und Produktpromotions.   

Wenn Händler verstehen, wo ihre Kunden hingehen und was sie im realen Leben tun, können stationäre Händler Vorteile gegenüber der Online-Konkurrenz gewinnen. Standortdaten können helfen, die gesamte Customer Journey zu verstehen und bestimmen, welche Aktionen ihnen am Point of Sale helfen. 

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