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Jenseits des ROAS – warum gute Kennzahlen kein gutes Marketing garantieren

Über viele Jahre galt der Return on Ad Spend als der Maßstab für erfolgreiches Performance Marketing. Eine einfache, scheinbar objektive Kennzahl, die Effizienz versprach und Vergleichbarkeit schuf. Wer einen stabilen oder steigenden ROAS vorweisen konnte, galt als gut gesteuert. Budgets wurden freigegeben, Kampagnen skaliert, Strategien bestätigt. In einer zunehmend komplexen Marketingrealität jedoch verliert diese Logik ihre Aussagekraft.

Wie Technologie wertbasierte Steuerung zum neuen Standard macht

Diese Verschiebung wird durch technologische Entwicklungen massiv beschleunigt. KI-gesteuerte Gebotsstrategien kommunizieren zunehmend direkt mit unternehmensinternen Systemen. ERP-, CRM- und Marketingdaten verschmelzen zu Entscheidungsgrundlagen. Der Algorithmus bietet nicht mehr auf einen Klick, weil die Conversion-Wahrscheinlichkeit hoch ist, sondern weil der erwartete Profit stimmt. Marketing wird damit nicht nur effizienter, sondern intelligenter.
Für Unternehmen bedeutet das einen tiefgreifenden Perspektivwechsel. Die Menge der Leads oder Verkäufe ist nicht mehr der primäre Erfolgsindikator. Stattdessen rücken Profitabilität, Kundenqualität und langfristiger Wertbeitrag in den Fokus. Dashboards verändern sich. Diskussionen verändern sich. Marketing wird anschlussfähig für Geschäftsführung und Finance, weil es nicht mehr isolierte Marketingkennzahlen liefert, sondern betriebswirtschaftlich relevante Entscheidungsgrundlagen.

Warum CRPS mehr ist als eine neue Kennzahl

Gleichzeitig steigt die Verantwortung. Wertbasierte Steuerung erfordert saubere Daten, klare Definitionen und ein gemeinsames Verständnis von Erfolg. Sie zwingt Unternehmen dazu, sich ehrlich mit ihrer Wertschöpfung auseinanderzusetzen. Welche Kunden wollen wir wirklich? Welche Umsätze lohnen sich? Welche Nachfrage erzeugt Wachstum – und welche nur Beschäftigung?
CRPS-Bidding ist damit mehr als eine neue Kennzahl. Es ist ein Ausdruck eines veränderten Marketingverständnisses. Marketing wird nicht länger als Ausgabenstelle betrachtet, die möglichst effizient Klicks einkauft. Es wird zu einem präzise steuerbaren Profit-Center, das aktiv zur Unternehmenswertsteigerung beiträgt. In einer Welt steigender Kosten, sinkender Datenverfügbarkeit und zunehmender Automatisierung ist genau das der entscheidende Unterschied. Wie Unternehmen ihr Marketing bereits heute so aufstellen können, dass es auch 2028 verlässlich Sichtbarkeit, relevante Reichweite und qualifizierte Leads generiert, zeigt der strategische Ansatz auf der folgenden Seite zum Thema Das Marketing im Jahr 2028.